Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft

für Suchtkranke und Angehörige

Diözesanverband Freiburg e.V.

KreuzbundDiözesanverband Freiburg e.V.

Jahresbericht 2020

Bernd Galowski
Erster Vorsitzender

Kreuzbund DV Freiburg

Das abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 war für den Kreuzbund Diözesan­verband für die Erzdiözese Freiburg e.V. und für seine Mitglieder und Gruppenleitungen ein turbulentes und von der Pandemie Covid-19 (Corona) beherrschtes Jahr. Der Lockdown im März, leichte Lockerungen in der Jahresmitte und wieder ein großer Lockdown im Herbst, machten uns alle das ehren­amtliche Leben schwer. An eine normale und gewöhnliche Gruppen­arbeit war stellenweise nicht zu denken, so wie man es vor Corona pflegen konnte. Ich möchte an dieser Stelle Danke sagen, an alle unsere GruppenleiterInnen und ihren Gruppen­mitgliedern. Durch Ihre große Geduld und auch stellenweiser Kreativität versuchten sie alles nur Menschen­mögliche, die Gruppen­abende irgendwie aufrecht zu erhalten und den wichtigen Kontakt untereinander nicht zu verlieren. Sei es durch Treffen in einem Park, beim Spazierengehen mit dem nötigen Sicherheitsabstand und Masken, per Telefon, Videomeetings etc.. Nochmals vielen Dank dafür. Wir wollen alle hoffen, das wir in 2021 diesbezüglich wieder etwas mehr Normalität erlangen.

Wie in allen voran­gegangenen Jahresberichten, möchte ich einen großen Dank an das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg, die Krankenkassen und die Renten­versicherung richten. Durch deren finanzieller Unter­stützung, konnte in der Ver­gangen­heit ein umfangreiches Angebot an Seminaren und Freizeiten für unsere Betroffenen und Angehörigen realisiert werden. Auch im Geschäftsjahr 2020 wurden uns wieder großzügig Gelder zur Verfügung gestellt. Aber bedingt durch die Pandemie, mussten wir fast alle unsere geplanten Aktivitäten und Termine ausfallen lassen. Diese Absagen rissen schon ein sehr großes Loch in unsere Begegnungen und unser aller Miteinander.

Auch unsere standardmäßigen Kreuzbundvorstellungen unserer Gruppen in den Fachkliniken, Tageskliniken und Ent­giftungs­stationen, waren fast nicht mehr möglich und kamen dann auch zum unweigerlichem Stillstand. Auch hier wollen wir hoffen, unsere Arbeit im Laufe des Jahres wieder aufnehmen zu können.

Am 21. März 2020 sollte auch laut unserer Satzung die 16. Mitglieder­versammlung mit Entlastung des Vorstandes und Neuwahlen abgehalten werden. Da der erste Lockdown dann unerwartet am 13. März 2020 von unserer Landesregierung von Baden-Württemberg ausgerufen wurde, mussten wir auch diese absagen. Die Bundesregierung schuf aber für das Jahr 2020 die Option einer Briefwahl für Vereine, Verbände etc.. Der Vorstand beschloß daher, dieses Angebot wahrzunehmen, um auch unsere Mitglieder vor einer Corona-Ansteckung bei einer Präsenz­veran­staltung zu schützen. Unter großem zusätzlichem Aufwand und intensiver Arbeit durch die Vorstandskollegen für die Vorbereitung, fand am 26.09.2020 im Schön­statt­zentrum Marienfried in Oberkirch, die öffentliche Auszählung der Briefwahl, mit anwesenden Wahl­beob­achtern, statt.

Zwar hatten die Wahl­beob­achter einen korrekten Ablauf der Briefwahl mit Unterschrift bestätigt, dennoch wurde das Ergebnis von 33 Kreuz­bund­mitgliedern vor allem aus der Region Nord über das Rechts­anwalts­büro Dr. Bugger, Bretten, angefochten. Natürlich waren wir über dieses Vorgehen sehr enttäuscht, kamen aber nach Rücksprache mit dem Kreuzbund Bundesverband in Hamm zu dem Entschluss der Wahlanfechtung nachzugeben und somit die durchgeführte Briefwahl für ungültig zu erklären.Wir werden 2021 versuchen, eventuell im Sommer, die Mitglieder­versammlung als Präsenz­veran­staltung nachzuholen, sofern das Corona zulässt.

Ab Februar ging unsere neue Kreuzbund-Kreativgruppe in Bretten erfolgreich an den Start. Wir wünschen Reinhard Köpp weiterhin ein gutes Händchen für dieses wichtige und neue Amt. Auch wurde am 25.05.2020 in Oberkirch eine Kreuz­bund­gruppe aus der Taufe gehoben. Anfänglich wurde sie kommisarisch von Bernd Galowski und Thomas Langfeldt geleitet. Erfreulicherweise konnte man ab November Peter Stuhlinger das Gruppenleiter-Zepter, wie schon von Anfang an geplant, in die Hände legen. Auch hier wünschen wir viel Erfolg für seine Arbeit mit der neuen Kreuz­bund­gruppe. Aber auch von einer Gruppen­schließung muss ich berichten: Die Kreuz­bund­gruppe Heidelberg V – Spielergruppe – wurde mangels Zulauf zum 01.10.2020 geschlossen.

Folgende Seminare und Verbandsaufgaben konnten noch, trotz Corona wahrgenommen werden. Dies waren im Einzelnen

Januar

  • Kassenprüfung
  • Vorstandssitzung

Februar

  • Vorstandssitzung

März

  • Allgemeines Seminar I – Thema: „Ruf nach Liebe“ – 18 Teilnehmende

April

  • Vorstandssitzung
  • Bundes­delegierten­versammlung in Siegburg

Juli

  • Vorstandssitzung

September

Oktober

November

  • Bundeskonferenz des Kreuzbund e.V via Videokonferenz

Gruppen

Zum 31.12.2020 hatten wir 36 Gruppen mit 284 Kreuzbund-Mitgliedern und ca. 350 Gruppen-Mitgliedern sowie 9 Einzelmitglieder. Dank der wieder sehr guten Arbeit unserer GruppenleiterInnen und trotz Corona konnten wir auch 2020 neue Mitglieder gewinnen. Leider gab es auch wieder vereinzelte Austritte und Todesfälle zu beklagen, aber unsere Mitglieder­zahlen konnten wir trotzdem auf einem zufrieden­stellenden Stand halten und durch die Neueintritte so ziemlich wieder ausgleichen.

Vielen Dank an Alle, die dafür Sorge getragen haben.

Ich wünsche uns allen für das neue Geschäftsjahr 2021, das Covid-19 wieder langsam abklingt und wir uns bald wieder gesund und putzmunter Face to Face in die Arme nehmen und wieder sehen zu können. Bis dahin bleibt alle gesund und passt auf Euch auf.

Zum Schluß, wie jedes Jahr meine Erinnerung:

Nur Gemeinsam sind wir stark – also zeigt diese Stärke!