Den o.g. Kinofilm haben wir in unserer Freiburger Gruppe als Gesprächsthema eines unserer Zusammenkünfte gehabt. Im Weiteren entwickelte sich die Idee, einen gemeinsamen Kinoabend, passend zum Sommernachtskino
, - OpenAir- im Innenhof des „Schwarzen Klosters“ zu haben. Auch die Idee, wer will, kann seine(n) Partner(in) doch fragen und mitbringen, wurde gerne angenommen. Und so kam der Kinobesuch am 7.8.2026 zustande – was uns alle gefreut hat.
Zum Film selbst: Hier, anlehnend an den Text der Kinowerbung, geht es im Folgenden um die Themen Alkohol in der Familie, Co-Abhängigkeit und Weiteres; - aber lest selbst.
Tildas Tage sind streng durchgetaktet: Studieren, an der Supermarktkasse sitzen, schwimmen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern - und an schlechten Tagen auch um ihre Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstrasse in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, den Tilda fünf Jahre zuvor verloren hat. Viktor, der - genau wie sie - immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle …
Dies veranlasste mich letztes Jahr diesen Film zu schauen, um zu sehen, wie Tilda "mein" Leben meistert. Als ich das Programm des diesjährigen Sommernachtskinos
las, stellte ich die Idee vor und besprach dies in der Gruppe.
Sehr deutlich und gut herausgespielt sind Themen wie Fremdschämen, Lügengerüst aufbauen, Kontaktscheue, bis hin zu sich anbahnende Romanzen zu unterbinden, dem Alter nicht gerechten, übersteigerten Verantwortungsbewusstsein, Verzicht, bis hin auf eine eigene Lebensgestaltung unterzuordnen. Ebenso ein verbal rebellischer Umgang mit der Mutter und Ihrer Erkrankung werden thematisiert. Auch die Angst vor jedem Heimkommen, wie ist es heute, oder aber die Angst, lebt sie noch…"
Ihre 22 Schwimmbahnen, ihre Auszeit, die sie sich geschaffen hat.
Ebenso gut finde ich, dass auf innerfamiliäre Gewaltszenen (Mutter) verzichtet wurde, diese nur angedeutet werden und in einer kurzen Sequenz die Folgen im Gesicht von Tilda gezeigt werden. Nun denn, alles in allem für mich ein gut gelungener Film, ebenso ein gelungener Abend gemeinsam mit Partnern vom Kreuzbund Freiburg. Auf dem Nachhauseweg zur Tram wurde angeregt diskutiert, auch wurde die Idee, innerhalb unserer Gruppe gemeinsam mit dem(r) Partner(in) etwas zu unternehmen, gelobt, und eine Wiederholung in den Raum gestellt.
Wie vielen sicher bekannt ist: Mit selbem Titel ist eine DVD, eine Blu-ray sowie ein Buch erschienen.


