Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft

für Suchtkranke und Angehörige

Diözesanverband Freiburg e.V.

KreuzbundDiözesanverband Freiburg e.V.

Wikimedia

Bericht: Suchtwoche Heidelberg 2019

Zeit18.–26.5.
OrtHeidelberg
ThemaKein Alkohol am Arbeitsplatz
BerichtKlaus Querbach
BilderKlaus Querbach

Die Aktionswoche Alkohol der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen wird alle 2 Jahre bundesweit durchgeführt. Das Schwer­punkt­thema lautete in diesem Jahr Kein Alkohol am Arbeitsplatz.

Was lag näher als sich einen kompetenten Partner – in diesem Fall die IG Metall in Heidelberg – für gemeinsame Aktionen mit ins Boot zu holen. Heiner Thönnessen, Gruppen­leiter Kreuz­bund­gruppe Heidelberg I verfügte über die nötigen Kontakte zur IG Metall, sodass zwei Präsentationstermine und Referate zum Thema Alkohol am Arbeitsplatz aus eigenem Erleben und aus Sicht der Selbst­hilfe­gruppen vereinbart wurden.

Der Veran­staltungsplan der Kreuz­bund­gruppen Heidelberg sah für diese Aktionswoche folgende Termine vor:

Sonntag 19. Mai

Im Rahmen des Festes um die Kirche der Bonifatiusgemeinde Heidelberg – 15 Jahre Alkoholfreie Cocktails – mit Infostand zur Aktionswoche:
Präsentation von Rauschbrillen und Teilnahme am Gottesdienst in Form von Fürbitten zum Thema Alkohol.

Dienstag 21. Mai

Im Rahmen der Delegiertenversammlung der IG Metall Heidelberg Infomaterial zum Thema Alkohol am Arbeitsplatz:
Präsentation Rauschbrillen, Kurzreferat durch Klaus Querbach zum Thema Alkohol am Arbeitsplatz und Selbst­hilfe­gruppen im Kreuzbund.

Donnerstag 6. Juni

„Sucht am Arbeitsplatz“, Veran­staltung im Sitzungssaal der IG Metall Heidelberg.

Referenten:

  • Klaus Querbach, Sprecher Kreuz­bund­gruppen Heidelberg
  • Karlheinz Wissel, IG Metall Hauptvorstand

Leider fiel diese Veran­staltung im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Ein neuer Termin wird noch gesucht.

Das Ziel der Veran­staltung ergab sich aus dem Schwer­punkt­thema, mit Kontaktaufnahme zu Sucht­beauf­tragten in den Betrieben und Präsentation des Kreuzbundes und somit der Sucht­selbst­hilfe.

Sonntag 19. Mai

Alkoholfreie Cocktails und Mitgestaltung des Gottesdienstes

Bereits zum 15. Mal präsentierte der Tanzkreis des Kreuzbundes Heidelberg im Rahmen des Gemeinde­festes seine alkoholfreien Cocktails. Ohne den hervorragenden Geschmack der anderen Cocktails schmälern zu wollen, verzauberte der spezielle Jubiläumscocktail „Banana Mama“ alle Genießer.

Doch damit nicht genug. Es war uns gelungen im Rahmen der Aktionswoche in Form von Fürbitten den Gottesdienst mitzu­gestalten. Folgende Fürbitten wurden gesprochen:

Lisa Schlosser: Wir beten für die Angehörigen von Sucht­kranken, dass sie achtsam mit sich selbst umgehen und den Mut haben, etwas zu verändern.

Gaby Weiser: Wir beten für alle Menschen, dass sie Ver­ständnis für Suchtkranke haben und nicht wegschauen oder gar weglaufen, sondern versuchen, auf Hilfsangebote hinzuweisen, zuzuhören und Unter­stützung anzubieten.

Stefan Lohmann: Wir beten für alle, die in Kirche und Staat Verantwortung tragen, dass sie Kraft haben für eine mutige Sozialpolitik, damit Abhängig­keits­kranke echte Hilfe und Solidarität erfahren.

Außerdem wurde sehr viel Infomaterial zur Aktionswoche und zu den Kreuz­bund­gruppen angeboten sowie Rauschbrillen getestet.

Als wir uns nach acht Stunden voneinander verabschiedeten, konnten wir auf einen sehr erfolgreichen Tag für die Sucht­selbst­hilfe zurück blicken. Uns freute insbesondere, dass uns nach längerer Zeit mal wieder Mitglieder aus anderen Heidelberger Gruppen besuchten.

Danke an Lisa, Stefan, Gaby, Nico, Anna, Christian, Arnfred und Heidi, die sich wie jedes Jahr mächtig ins Zeug legten.

Dienstag 21.Mai

Alkohol und Sucht am Arbeitsplatz ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Um im Rahmen der Aktionswoche auf dieses Thema verstärkt aufmerksam zu machen, wurde der Kreuzbund Heidelberg zur Delegiertenversammlung eingeladen. Wir präsentierten auf unserer Infotheke Material zur Aktionswoche sowie Infos über den Kreuzbund. Die Delegierten hatten die Möglichkeit, Rauschbrillen mit simulierten 0,8 und 1,2 Promille zu testen.

Klaus Querbach hielt ein Kurzreferat zum Thema „Sucht am Arbeitsplatz – Sucht­selbst­hilfe als Chance“.

Wichtig war zudem die Kontaktaufnahme zu Suchtbeauftragen in den Betrieben, um dort ggf. Info­veran­staltungen zu organisieren.

Der Rauschbrillen Test löste bei allen Delegierten, die dies in Anspruch nahmen, Verwunderung aus. Zitat: In Zukunft schaue ich im Betrieb genauer hin. Eine solche Veränderung der Wahrnehmung hätte ich nicht erwartet.

Alles in allem ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und ein erfolgreicher Nachmittag.

Besonderer Dank an Heiner und Gaby für die Unter­stützung.