Der Winter war lang und die Menschen sehnten sich nach Abwechslung von den tristen Tagen. Die Osterfreizeit des Kreuzbundes bietet genau diese Möglichkeit. Raus aus der Tristesse und der Monotonie des Alltags, rein in den Kurzurlaub.
Von Karfreitag bis Ostermontag hatten wir ein Ferienhaus im Deggenhausertal gemietet. Die Nähe zum Bodensee versprach abwechslungsreiche Tage mit vielen Unternehmungsmöglichkeiten.
Barbara war bereits am Donnerstag angereist und begrüßte am Freitag die ankommenden Urlaubsgäste mit Kaffee und Hefezopf. Während Weggefährten aus Bad Saulgau und Sigmaringen eine kürzere Anfahrt hatten, war man aus Karlsruhe und Schriesheim etwas länger unterwegs. Am Abend stand das gemeinsame Ankommen im Vordergrund. Die meisten Urlaubshungrigen kannten sich bereits von früheren Freizeiten oder Seminaren des Kreuzbundes. Die Neuen waren schnell integriert, wie es bei uns schon Tradition ist.
Der Samstag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, bei dem Rühreier, Käse, Wurstplatten und die Müsliecke für die nötige Grundlage des anschließenden Ausflugs sorgten. Unser Ziel war Überlingen. Während einige die Stadt besichtigten, machte sich die Mehrheit auf, die Marienschlucht zu erkunden. Dazu benutzten wir ein Ausflugsschiff der weißen Flotte des Bodensees und fuhren 30 Minuten rüber auf die Schweizer Seite am Teufelstisch vorbei, einem Steintisch im Wasser, dessen Fuß 80 m zum Grund geht. Am Steg des Ufers angekommen mussten wir über 280 Stufen auf dem Panoramaweg nach oben klettern. Es war eine Stahlkonstruktion, die im Felsen montiert war und auf fünf Plattformen konnte man sich ausruhen und die herrliche Aussicht genießen. Die Schlucht war nach einem Erdrutsch lange Jahre gesperrt und erst kurz vor unserem Besuch wiedereröffnet worden.
Der Sonntag sollte eigentlich ebenfalls gemütlich am Esstisch beginnen. Der Osterhase durchkreuzte jedoch unsere Planung. Emma und Anna, die beiden Kinder der Freizeittruppe, gingen auf Entdeckungstour. Rund um das Haus waren allerlei Ostergeschenke versteckt, die gefunden werden wollten. Danach schmeckte das Buffet gleich noch besser.
Selbstverständlich stand auch an diesem Tag wieder ein Ausflug auf dem Programm. Zur Auswahl standen Sigmaringen mit dem Hohenzollernschloss sowie Ravensburg, die Stadt mit den 17 mittelalterlichen Wehrtürmen und dem Spielelandmuseum.
Mit vielen Eindrücken versehen ging auch dieser Tag viel zu schnell vorbei. Nach dem Abendessen kam bereits etwas Wehmut auf, da wir am nächsten Morgen schon wieder nach Hause fahren mussten. Den Abend nutzten wir für lockere Gesprächsrunden auf unserer Terrasse hinter dem Haus mit Feuerschale, Salbeirauchwerk und Trommelspiel von Thomas und selbstverständlich kamen für die Teilnehmer drinnen auch Brett- und Kartenspiele zum Einsatz.
Da die Zeit viel zu kurz war, um all die schönen Ausflugsziele der Region zu besuchen, haben wir das herrliche Haus kurzerhand für das kommende Jahr erneut reserviert.


