Die vom Referenten erstellte PowerPoint-Präsentation bildete die Grundlage der Seminareinheit. Deren Inhalte werden an dieser Stelle nicht wiedergegeben. Insofern wird im Wesentlichen auf die dortigen Ausführungen Bezug genommen.
Nach der allgemeinen Begrüßung war dem Referenten daran gelegen, die Gruppe der Teilnehmenden näher kennenzulernen. Insofern ist eine Vorstellungsrunde absolviert worden. In der Folge sollten zu den Schlagworten:
- kurze pers. Vorstellung
- Funktion
- Wie geht es mir
- Warum bin ich hier
Ausführungen formuliert werden.
Als Einstieg in die weitere thematische Handlungsweise wird vom Referenten ein grundsätzlicher Leitsatz rezitiert: „Verantwortlich sind wir nicht nur für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“.
Das ursprünglich 90 Seiten umfassende Werk „Basiswissen“ ist überarbeitet und in komprimierter Form publiziert worden. Im Rahmen der weiteren Evaluation wird vom Bundesverband die Zielsetzung einer erneuten Überarbeitung verfolgt. Die für den Arbeitsbereich „Kreuzbund kompakt“ zuständigen Multiplikatoren aus den einzelnen Diözesanverbänden werden deshalb an dem Wochenende 10. / 11.07.2026 das formulierte Ziel in der praktischen Handhabung umsetzen. Bei einer Bundeskonferenz/ -delegiertenversammlung ist vorgesehen, das neue Konzept zu thematisieren und auch zu verabschieden. Das dann weiter „abgespeckte“ Werk steht dann insbesondere den Gruppenleitungen für ein fundiertes Wissen über den Kreuzbund zur Verfügung.
Anhand der PowerPoint-Präsentation wird die Struktur des standardisierten Basiswissens erläutert und einer vertiefenden Betrachtung unterzogen und über die Entstehung und geschichtliche Entwicklung des Kreuzbundes informiert. Im Übrigen wird die verfolgte Philosophie, die organisatorische Struktur des auf den Grundsätzen des Vereinsrechts generierten Verbandes dargelegt.
Die Gruppen vor Ort - und somit die Basis - bilden das Fundament des Kreuzbundes. Den an der Basis tätigen kommt dann aber auch die Aufgabenstellung der Mitgliedergewinnung zu. Die Gruppenleitungen stehen hierbei insbesondere im Fokus. Gilt es doch Neuzugänge in den Gruppen nach geraumer Zeit auf die Möglichkeit der Mitgliedschaft anzusprechen. Hier ist eine überzeugende Argumentation essenziell.
Die Teilnehmenden sind im Rahmen einer Kleingruppenarbeit gehalten, Schlagworte für ein Werbegespräch (auf Mitgliedschaft) zu sammeln. Die Arbeitsergebnisse werden im Plenum publiziert.
Gruppe 1
- Ein- bis zweimal ansprechen innerhalb eines kompakten Zeitraumes
- Monetäre Vorteile bei Seminarbesuch (geringerer Eigenanteil)
- Bevorzugung bei Seminaranmeldungen
- Zusammengehörigkeitsgefühl
- Finanzielle Unterstützung der Arbeit des Kreuzbundes
- Ich möchte etwas zurückgeben
Gruppe 2
- Bereitschaft auf freiwilliger Basis
- Wertschätzung gegenüber der Gruppe und der Arbeit
- Alle Arbeiten auf ehrenamtlicher Basis
- Finanzielle Vorteile bei Seminarbesuch (Eigenanteil)
- Eine mögliche „Vereinsphobie“ wird als Gegenargument vorgetragen
- Mitgliedsbeitrag ist überschaubar
- Leistung der Gruppenarbeit wird in Anspruch genommen
- Symbolischer Beitrag als Wertschätzung
Gruppe 3
- Suchthilfe kostet Geld
- Eigenes Engagement, dann aber in Form der Mitgliedschaft
- Sozialitätsgedanke
- Würdigung der Arbeit der Gruppe
- Zugehörigkeit (Kreuzbund = „Familie“)
- Kreuzbund = Interessengemeinschaft
- Sucht (aktiv) ist teurer
- Seminarteilnahme ist kostengünstiger (= kostenneutral)
Gruppe 4
- Es geht um Emotionen, kleiner Beitrag zur Gemeinschaft
- DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) = Interessengemeinschaft / Interessenvertretung
- Nachfolgende Mitglieder haben Vorteile
Gruppe 5
- Solidaritätsgemeinschaft / Teil der Gemeinschaft
- Profitieren von der Gruppenarbeit (wichtige Grundlage für dauerhafte Abstinenz)
- Ohne Mitglieder geht es nicht
- Freizeitveranstaltungen (wollen finanziert sein)
- Kein Verein, keine Gruppenarbeit
- Für Suchtmittel wurde mehr ausgegeben
Seitens des Referenten wird die These vertreten, Neuzugängen in der Gruppe ist innerhalb der ersten Monate das Antragsformular auf Mitgliedschaft zur Unterzeichnung vorzulegen. Im Plenum wird diese Handlungsweise kontrovers bewertet. Eine für alle Gruppen gleichlautende Argumentationsschiene wird für essenziell gehalten. Die Vorteile der Mitgliedschaft vor allem in monetärer Hinsicht gilt es darzulegen. Die Stärke des Kreuzbundes resultiert aus der Anzahl der Mitglieder.
Am Ende der Seminareinheit ist von den Teilnehmenden ein Resümee gezogen worden. Der doch sehr theoretische Inhalt des Standardwerks „Kreuzbund kompakt“ ist transparent und nachvollziehbar vorgetragen worden. Der Dank gilt dem Engagement des Referenten.


