Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft

für Suchtkranke und Angehörige

Diözesanverband Freiburg e.V.

KreuzbundDiözesanverband Freiburg e.V.

Hubert Grimming, Oberkirch

Beschreibung: Gruppenleitungs-Arbeitstagung II 2022

Zeit28.–30.10.
OrtSchön­statt­zentrum Marienfried
ThemaUnter­schied­liche Suchtformen
ReferentWolfgang Indlekofer, Rehaklinik Freiolsheim

Ziele

Durch veränderte Konsummuster, verkürzte Therapiezeiten und sich wandelnde Therapieinhalte kommen fortlaufend neue Anforderungen auf die Gruppen und damit in erster Linie auf die GruppenleiterInnen zu. Um diesen zum Wohle und zur Effizienz der Sucht­selbst­hilfe und damit der Selbst­hilfe­gruppen begegnen zu können ist eine erweiterte Aus-, Fort- und Weiterbildung der GruppenleiterInnen unumgänglich. Diese Bildungsmaßnahmen übersteigen die Möglichkeiten einer einzelnen Gruppe bei weitem. Die Anwendung, über die Kreuzbund Diözesan- und Landesverbände, von bundeseinheitlichen Mindeststandards ergibt in gleichem Maße einen unterstützenden, qualitätssichernden und den kostengünstigsten Effekt.

Beschreibung

Die Gruppen­arbeit bildet das Fundament des Kreuzbundes. Sie bietet Sucht­kranken und Angehörigen Möglichkeiten der Bewältigung der Sucht und ihrer Auswirkungen. Eine qualifizierte Selbsthilfe ist ein wesentlicher Baustein der Reha­bili­tation und sie unterstützt die berufliche Wiedereingliederung. Sie trägt darüber hinaus zur Persönlichkeitsbildung bei. Die GruppenleiterInnen haben dabei eine herausgehobene Funktion. Sie tragen wesentlich zum Gelingen der Gruppen­arbeit bei. Bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe brauchen Gruppenleiter/innen Unter­stützung, um sie für sich und andere zufrieden­stellend leisten zu können. Die nachfolgend beschriebene Ausbildung stellt hier eine zukunftsweisende Optimierung dar.

Seminar

Die Aus­einander­setzung mit anderen Suchtformen bedeutet zum einen, sich mit anderen Sucht­mitteln zu beschäftigen. Vor allem bedeutet es jedoch, Menschen zu begegnen, die aus anderen Lebenswelten kommen, vielleicht andere Werte-orientierungen haben und möglicherweise auch ungewöhnliche Wege gehen, die Sucht­erkrankung zu bewältigen. Sich diesem Neuen zu stellen, erfordert Toleranz und Flexibilität. Dabei ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und ernst zu nehmen.

Das Seminar möchte dazu beitragen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Suchtformen herauszuarbeiten. Es lädt ein, sich mit der eigenen Haltung gegenüber dem Neuen auseinanderzusetzen und eine klarere Position einzunehmen, wenn es um die Frage der Integration fremder Suchtformen und Lebenswelten in die Kreuzbundarbeit geht.

Lernziele

  • Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten und Unterschieden verschiedener Suchtformen unter Berück­sichtigung sogenannter Verhaltenssüchte
  • Bedeutung des Fremden – Was ist ein bewährter Umgang?

Was will neu gelernt bzw. erprobt sein

  • für meine Gruppe
  • für mich selbst
  • Erarbeitung von Möglichkeiten und Grenzen der Integration unter­schied­licher Suchtformen in die Gruppe.