Theaterbesuch Weihnachten 2014 - Gruppen Bruchsal, Pforzheim und Heidelberg

Wir lassen uns überraschen.

Am 25. Dezember 2014 war es soweit, wir, Gruppenmitglieder des Kreuzbundes (25 Personen) aus Bruchsal, Heidelberg und Pforzheim trafen uns im Staatstheater in Karlsruhe zum Ballett „Der Nussknacker“ eine Weihnachtsgeschichte von Youni Vamos nach Charles Dickens und E.T.A. Hoffmann.

In freudiger und angespannter Erwartung nehmen der eine/andere noch einen kleinen Imbiss ein um sich dann in die für uns reservierten Plätze, in den vorderen Rängen, in der vierten (!!) Reihe einzufinden. Gleich zu Beginn gab es eine herrliche Überraschung, das bezaubernde Bühnenbild, in verschiedenen kühlen Blautönen, herrliche Sicht, alles passt und die Spannung steigt. Die Badische Staatskapellemit hervorragenden Musikern trug zum Erfolg dazu.

Zu Ihrem/Eurem Verständnis eine kurze skizzierte inhaltliche Wegweisung zur Handlung.

  1. Ein Londoner Vorort im 19 Jahrhundert. Die Bewohner treffen weihnachtliche Vorbereitungen, es werden Einkäufe erledigt, Türen und Fenster geschmückt. Aber, der reiche und geizige Pfandleiher empfindet die Festlichkeiten als abscheulich. Sogar jetzt, an diesem Abend vor dem Weihnachtsfest erinnert er die Nachbarn an ihre Schulden bei ihm.
  2. Der Buchhalter, dessen Tochter sich sehnlichst einen Nussknacker wünscht, macht sich über den Pfandleiher lustig, und, er verliert prompt seinen Job.
  3. Seine kleine Tochter ist untröstlich und bittet den Pfandleiher sogar um Geld, der aber, zerbricht kurzerhand den Nußknacker.
  4. Just in diesem Moment erscheint dem Pfandleiher der in Ketten gelegte Geist des verstorbenen Geschäftspartners.
  5. Es erfolgt während seines Schlafes ein Alptraum, der ihn fast um den Verstand bringt. Ein Todesgeist und sein Gefolge legt ihn in Ketten und bringt ihn in die Höllengruft, dort wird er vom guten Geist der Weihnacht erlöst.
  6. Er erwacht und hieraus entsteht seine Vision, seine Fehler wieder gut zu machen.
  7. Derart geläutert möchte er ein besserer Mensch werden. Hierfür springt er vielmals über seinen Schatten und erkennt seine Fehler. Er stellt den Buchhalter wieder ein, beschenkt die Kinder reichlich, gar überschwenglich vor Freude, er lacht und tanzt wieder. Im Londoner Vorort kann doch noch ein fröhliches Weihnachtsfest gefeiert werden.

Es ist unglaublich, wie die Tänzerinnen und Tänzer, ob groß, ob klein, ihre Rollen ausdrucksstark getanzt haben, sie alle bezauberten uns, ein jeder durch seine Art. Sie schwebten förmlich in der Luft, so leicht, so locker, so getragen und doch so weich, es war sehr emotional, wunderschön, zu Herzen gehend, vorgetragen.

Ich selbst bemerkte, wie leicht mir zumute war und wie ich mich auf das Dargebotene einlassen konnte.Ich hoffe doch, allen anderen erging es ähnlich ?Der Alltag rückte doch etwas in den Hintergrund.

Das Orchester begleitete mit den vielen Musikern die Tanzenden, Harfen erklangen und Posaunen setzten ihre Akzente. Wie leicht erschien doch alles, ein jeder von uns weiß, hinter dem Dargebotenen steckt viel Arbeit und mancher Schweißtropfen. Und nun habe ich den Faden zu mir, zu Dir, die Handlung regt auch sehr zum Nachdenken an, bestehen doch reale Bezüge.

Die Geschichte zeigt auf, dass
... die Zeit, die vor ihm lag, war sein, damit er seine Fehler wieder gut machte.
Oh wie wahr.

Mit dieser Gewissheit wünsche ich Ihnen/Euch allen im Jahr 2015 365 gesunde, glückliche und fröhliche Tage !!

Zusammenfassung: Irene Schmidt, Pforzheim 3
Danke an Rosi Wienecke, die für uns die Karten besorgt hat.

BALLETT: DER NUSSKNACKER – EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE beim Staatstheater Karlsruhe

mit schönen Impresionen in der Fotogalerie