EVA

Beschreibung: Allgemeines Seminar II 2018

Zeit20.–22.7.2018
OrtGästehaus der Dominikanerinnen, Bühl-Neusatzeck
ThemaDer innere Kritiker
ReferentinAntonia Lampart-Mamier, PSB Lahr

Eine Stimme in uns begleitet uns auf Schritt und Tritt. Diese innere Stimme beurteilt alles, was wir tun - und das in einer sehr negativen Weise. Diese nörgelnde Stimme wird innerer Kritiker genannt. Der innere Kritiker ist nie mit uns zufrieden. Immer hat er etwas auszu­setzen, zu kritisieren, zu bemängeln. Er legt immer seine Finger in offene Wunden und sorgt dafür, dass wir uns minderwertig und unzulänglich fühlen. Wir können es dem innerern Kritiker nie recht machen. Das Schlimme am inneren Kritiker ist: er ist so überzeugend, dass wir ihm jedes Wort glauben. Wir haben das Gefühl, dieser Peiniger habe absolut Recht mit seiner vernichtenden Kritik.

Woher kommt der innere Kritiker?

Der innere Kritiker entstand in den ersten Lebensjahren. Er ist die Verinnerlichung der Kritik, der Gebote und Verbote unserer Eltern und Erzieher. In unserer Kindheit erfüllte der innere Kritiker eine sinnvolle Aufgabe: er bewahrte uns vor Strafe und Ablehnung. Heute jedoch ist er nicht nur überflüssig, er ist auch in höchstem Maße schädlich für uns. Der innere Kritiker ist für die meisten psychischen Probleme verantwortlich: Ängste, Depressionen, Zwänge, Minder­wertig­keits­gefühle, Partner­schafts­probleme, Perfektio­nismus, mangelndes Selbst­vertrauen, mangelndes Selbst­bewusstsein, usw. Diese Liste ist unendlich. Deshalb ist es wichtig, den inneren Kritiker zu zähmen, ihn nicht mehr als Boss über unseren Selbstwert bestimmen zu lassen und stattdessen Selbstmitgefühl zu entwickeln.

Den inneren Kritiker zähmen und zum Schweigen bringen, das ist Ziel dieses Seminares. In Rollenspielen, Kleingruppen und Gesprächen soll dies geübt und vertieft werden.