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Beteiligung der KB-Gruppen anlässlich

der bundesweiten Suchtwoche 2011

 

Suchtwoche 2011
 

Zum dritten Mal haben wir nun gemeinsam die  „Aktionswoche Alkohol“ im Diözesanverband durchgeführt. Die Kreuzbundgruppen aus Pforzheim, Karlruhe, Bruchsal und Heidelberg  hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und das Angebot der Hilfe präsentiert. In den überregionalen  Medien wurde die Aktionswoche Alkohol am 19. Mai in Berlin mit einer Auftaktpressekonferenz vorgestellt. Mit der zentralen Botschaft „Weniger ist mehr“ wurde auf das bundesweite Problem aufmerksam gemacht. Die Zahlen über den Missbrauch des Alkohols sprechen hier eine deutliche Sprache. Aus präventiver Sicht ist es besonders wichtig, den Alkoholkonsum weiter nach hinten zu schieben, die Krankheit „Alkoholismus“ aus der Schmuddelecke zu holen und als lebendes Beispiel zu argumentieren.  Wichtig war gewesen, darauf hinzuweisen, dass die angebotene Hilfe kostenlos ist und die Selbsthilfegruppen mit hauptamtlichen Beratungsstellen eng zusammen arbeiten. Gemeinsam gegen die Sucht.
 

Veranstaltung in Pforzheim

        

 

Suchtwoche 2011 in Pforzheim

Bei der Planung zur Suchtwoche wurde Rosi Wienecke, Gruppenleiterin der Frauengruppe Pforzheim, auf das Fest des Caritasverband e.V. zum 90-jährigen Bestehen aufmerksam. Die Verantwortlichen der Pforzheimer Gruppen kamen überein, die Öffentlichkeitsarbeit in der Suchtwoche erstmalig zusammen mit dem Caritasverband e.V. Pforzheim zu gestalten. 
Diese Feier fand am 28.05.2011 u. a. im Kappelhof Pforzheim, einem Zentrum für geistig und körperlich behinderte Erwachsene, mit Information zur Behindertenhilfe der Caritas in Pforzheim, einer Motorradausfahrt mit behinderten Menschen und einem Live Konzert mit der Rockband "Good Men Gone Bad" statt. Für das leibliche Wohl war mit Grillgut und Getränken, Kaffee und Kuchen bestens gesorgt.
Dieser Rahmen war geradezu ideal für die Präsentation der Pforzheimer Gruppen des Kreuzbund Diözesanverbandes e.V. bei den Betreuern und Angehörigen, den Gästen des Hauses und nicht zu vergessen, den vielen Bikern und sonstigen Helfern.
Um 12:00 Uhr wurde unser Info-Stand aufgebaut mit einem Roll Up, einer Pinwand und mit Material des Kreuzbundes und der DHS bestückt. Im Laufe des Nachmittags konnten wir einige informative Gespräche führen, Informationsmaterial verteilen und dadurch unseren Suchtselbsthilfe-Verband weiter in Pforzheim und Umgebung bekannter machen.
Ganz besonders erfreut waren wir über den Besuch unseres Info-Standes durch Herrn Lemke, Leiter des Caritasverbandes Pforzheim sowie Frau Ute Vogt, MdB, SPD–Fraktionsmitglied, engagierte Bikerin und Helferin bei der Motorradausfahrt für die behinderten Menschen. Frau Vogt zeigte reges Interesse an unserer Arbeit, vertrat aber auch die Auffassung, dass das Thema Alkohol bei nicht in Gang’s organisierten Motorradfahrern, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, weniger aktuell sei, weil ja das Motorradfahren an sich schon gefährlich genug sei.
Die Veranstaltung dauerte bis nach 20:00 Uhr, alle Beteiligten der Pforzheimer Kreuzbundgruppen konnten auf einen gelungenen Nachmittag zurückblicken. Es zeigte sich wieder einmal, dass Interesse und Bedarf an der Arbeit unseres Verbandes besteht und es möglich ist, durch solche oder ähnliche Aktionen den Namen KREUZBUND in der Bevölkerung bekannter zu machen.

Rolf Stratemeyer, Pforzheim II
 

Veranstaltung in Karlsruhe + Durlach

        

 
 

Aktionswoche „Alkohol“ in Karlruhe

Wir hatten am 21.05.2011 auf dem Marktplatz einen Infostand geplant. Durch den ganzen Umbau der Straßenbahn wurde uns dort dieser leider nicht genehmigt. Für die Zukunft haben wir – bis alles fertig ist – einen neuen Platz vorübergehend zugewiesen bekommen. Wir stellten unseren Info-Stand auf dem Luisenplatz von 10.00 bis 16.00 Uhr auf. Es standen dort noch andere Info-Stände , aber auf  religiöser Basis (Chiesa Evangelica IT.). Ich hatte mit einigen der Leute schon vom Kronenplatz und Marktplatz Kontakt.

Auf dem neuen Stand hatte ich ein längeres Gespräch. Außerdem haben mitgeholfen. Willi Mauz aus der Durlacher Gruppe und Sven aus der Karlsruher Gruppe.
Verschiedene Leute aus der Durlacher sowie der Karlsruher Gruppe kamen um sich den Info-Stand anzuschauen. Ebenso war Rüdiger Kempermann mit seiner Frau von der Ettlinger Gruppe zu Besuch.
Viele Leute gingen ( oder fuhren mit dem Fahrrad) am Info-Stand vorbei und schauten nur kurz darauf. Eine Frau blieb stehen und sprach kurz mit uns, nahm Info-Material mit und gab uns eine kleine Spende. Es kamen auch Personen von der AA vor Ort um sich zu informieren, da diese nicht wussten, dass zu Zeit Suchtwoche statt fand. Auch von der Beratungsstelle der Diakonie, (Gruppe von Hr. R. Obenau) war eine Person da und informierte sich.. Besonders freute es mich, dass Hartmut aus Offenburg die ganze Zeit bei uns am Stand war. Einige Leute haben sich nur den Infostand angeschaut und/oder haben Infomaterial mitgenommen.
Am Donnerstag den 26.05 fand im Eingangsbereich des Vincentius-Krankenhaus, Südendstraße von 14.00 bis 18.00 Uhr eine Informationsrunde statt. Die Genehmigung dazu bekamen wir von Herrn Belstl

Wortlaut: gerne erklären wir uns bereit sie in der Aktionswoche „Alkohol“ vom 21.-29.05.2011 durch eine zur Verfügung Stellung eines Standortes vor, bzw. im Klinikum Südendstraße 32  zu unterstützen. Wir stellen ihnen anheim am 26. Mai diesen Informationsstand aufstellen zu wollen.
Viele schauten sich unser Roll Up an und nahmen Info-Material mit. Einigen von den älteren Generationen erzählten sich von früherer Zeit. Eine männliche Person „Alkohol sei keine Sucht, sondern nur harte Drogen – LSD usw. sei eine Sucht.“
Es erschienen auch zwei Mitarbeiter der Firma und unterhielten sich mit mir. Frau Meder von der Sozialstation besuchte uns und deckte sich mit Infomaterial ein. Sven verteilte Material im Stationszimmer deren Inneren Abteilung.
Ich bin mit beiden Veranstaltungen sehr zufrieden und denke, dass diese gut gelaufen sind.

Alois Ganter, Gruppe Karlsruhe
 

Veranstaltung in Bruchsal

        

 

 

Suchtwoche in Bruchsal

Auch wir beteiligten uns mit einem Stand an der Suchtwoche am 21. Mai 2011 in der Fußgängerzone – nähe des Wochenmarktes.
Da dieser Wochenmarkt jeden Samstag gut besucht ist- hofften wir mit unseren Infostand sehr viele Leute zu erreichen. Da das Wetter sehr schön war, ging unsere Rechnung nicht ganz so auf  - wie wir es gedacht hatten, da die jüngeren Leute lieber das Freibad besuchten – als einen Stadtbummel zu machen.

 

 


Leider stellten wir auch fest, dass wie bereits in den Vorjahren, zu wenig oder teilweise gar keine Werbung für die Suchtwoche in der Öffentlichkeit gemacht wurde.
Das Ergebnis des Tages war: Aufmerksamkeit zu wecken, dass es den Kreuzbund in Bruchsal mit fünf Gruppen gibt und einige Gespräche geführt zu haben.
Danke an alle Beteiligten, die sich Zeit genommen haben den Kreuzbund in Bruchsal der Öffentlichkeit näher zu bringen.

Helmut Wienecke, Gruppe Bruchsal III

 

Veranstaltungen in Heidelberg

             


 

Suchtwoche in Heidelberg

Ansprechen, publik machen, präsent sein – statt wegschauen und vertuschen. Auch in diesem Jahr präsentierte sich der Kreuzbund  Heidelberg anlässlich der „Aktionswoche“ in Heidelberg. Und zwar:

 

Ø       Infostand auf dem Bismarkplatz am 21. Mai

Ø       Gottesdienst in der Bonifatiuskirche am 29. Mai

Ø       Verkauf von alkoholfreien Cocktails „Fest um die Bonifatiuskirche“ am 29. Mai

 

Unser Infostand war schon sehr früh vom bewährten Team aufgebaut. Wir platzierten unser Roll Ups,  Plakatständer, Bistrotische und gestalteten den Infotisch mit Material des Kreuzbundes, der DHS, der Beratungsstelle und der Caritas.   Auf Grund der Wettervorhersage (80% Regenwahrscheinlichkeit) hatte uns die Stadt Heidelberg erlaubt einen Pavillon zu stellen. Auf der Größe von 4 x 4 m war es daher  möglich  sich zu präsentieren, aber gleichzeitig separate Gespräche zu führen. Bedingt durch einen Artikel in der Rhein-Neckarzeitung vom ....waren im Vorfeld Kontakte mit Interessenten geknüpft worden die uns einen Besuch abstatten wollten. Entgegen der Prognose meinte es Petrus gut mit uns und verwöhnte uns mit Sonnenschein bis zum Abend. 

Unser Stand sah sehr gut aus und war nicht zu übersehen. Wir mussten nicht lange auf die ersten Personen warten die Interesse an unserer Arbeit, dem Infomaterial zeigten. Zeitweilig waren alle Kreuzbündler im Gespräch. Der gemeinsame Stand der Hilfe zog die Leute an. Es zeigte sich, dass die Scheu der Menschen vor Infoständen mit Suchtproblematik nachgelassen hat. Dies ist auf die gute Aufklärungsarbeit in allen Medien zurückzuführen. Wir hatten den idealen Samstag erwischt. Die Gewerkschaft Verdi streikte auf dem Platz, Straßenmusikanten spielten den ganzen Tag und zum Abschluss fand noch eine Demonstration autonomer Gruppen statt, die über den Bismarkplatz führte. Es war richtig was los. Die Zeit verging wie im Flug und als wir gegen 16 Uhr mit dem Abbau begannen, waren alle der einhelligen Meinung: so gut wie diesmal war es noch nie. So viele Gespräche wurden noch nie geführt und noch nie war die Zahl der Interessenten so hoch. Das Beste was bisher in Heidelberg stattgefunden hat.
 

             

 

Gottesdienst unter Mitwirkung des Kreuzbundes

Fest um die Kirche – Alkoholfreie Cocktails
 

Am Sonntag den 29. Mai fand in der Bonifatiuskirche in Heidelberg ein Gottesdienst mit Pfarrer Christoph Heimpel statt, der vom Kreuzbund  mit gestaltet wurde. Zur Freude aller hatte sich der „Gospelchor Together“ aus Neuss-Reuchenberg angesagt um den Gottesdienst musikalisch zu gestalten. Im Vorfeld wurde in den Kirchengemeinden Heidelbergs in den Caritaseinrichtungen mittels Plakaten auf diesen Gottesdienst und das anschließende Fest aufmerksam gemacht.  Die Werbung zeigte Wirkung. Die Kirche war bis auf den letzten Platz
 

gefüllt. Ab 9 Uhr bauten die Mitglieder des Tanzkreises ( „Tanzendes Hüftgold“)  ihren Stand mit alkoholfreien Cocktails auf, um pünktlich zum Gottesdienst Vollzug zu melden.

Die Fürbitten sowie die Dialogpredigt wurden aus vorhandenem Kreuzbundmaterial  und in Zusammenarbeit mit Pfarrer Heimpel und meiner Wenigkeit zusammengestellt. Wir legten Wert darauf, dass sowohl  Betroffene als auch Angehörige die Fürbitten vorlesen sollten. Gerne drucke ich an dieser Stelle die Fürbitten sowie die Namen der Mitwirkenden ab, eventuell als Ideengeber für andere Gruppen.
 

Fürbitten für Gottesdienst am 29.05.2011
 

Pfarrer Heimpel:
Jesus Christus hat sich auf die Seite der Armen und Schwachen, der Entrechteten und Verachteten gestellt. Lasst uns in seinem Namen Gott anflehen, dessen Güte und Menschen- Freundlichkeit in ihm sichtbar erschienen ist.

Gustav Weber:
Wir beten für alle, die in Staat und Kirche Verantwortung tragen, dass sie Kraft haben für eine mutige Sozialpolitik, damit Abhängigkeitskranken echte Hilfe geboten werden kann.

Alle:
Wir bitten dich, erhöre uns!

Lisa Schlosser:
Wir beten für die Angehörigen von Suchtkranken, damit sie begreifen, dass sie für sich etwas tun müssen, statt zu weinen und zu klagen!

Alle:
Wir bitten dich, erhöre uns!

Jörg Weingärtner:
Wir beten für alle Alkoholkranken, die immer wieder rückfällig werden, damit sie sich nicht selbst aufgeben und sich schließlich helfen lassen.

Alle
Wir bitten dich, erhöre uns!

Heidi Querbach:
Wir beten für  Menschen, die Verständnis haben für Alkoholkranke und die nicht wegblicken oder gar weglaufen.

Alle:
Wir bitten dich, erhöre uns!

Gerhard Vette:
Wir beten für alle, die sich allein fühlen, die vom Leben nichts mehr erwarten und in der Gefahr sind, sich in die Sucht zu flüchten: Schenke ihnen Hoffnung und Zuversicht und gib ihnen Menschen als Weggefährten in ihrer Not.

Alle:
Wir bitten dich, erhöre uns.

Pfarrer Heimpel hatte  für diesen speziellen Sonntag das Evangelium nach Markus 4,33-41 (Die Stille des Sturms, oder Sturm auf dem See Genezareth) ausgewählt. In Anlehnung an dieses Evangelium sprach Pfarrer Heimpel zum Beginn der Dialogpredigt vom Sturm des Lebens, von Glauben, Vertrauen, von Angst und Zuversicht. Es entwickelt sich ein Dialog zwischen ihm und und mir in dessen folge das Thema Alkoholkrankheit, Betroffene und Angehörige, Hilfe, Hilfe annehmen, Wendepunkte, Zuversicht und Hilfsangebote die dominierende Rolle spielten.  Auch wir befanden uns mit unseren Angehörigen  im Sturm des Lebens, waren bereit Hilfe zu erkennen und Hilfe anzunehmen. Abschließend wurde auf unseren Stand hingewiesen und auf die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs.
Dieser Gottesdienst, die Mitgestaltung des Kreuzbundes, das musikalische high light des Gospelchors machten ihn zu einem einmaligen Erlebnis. Nach der Hl. Messe wurden wir von sehr vielen Menschen angesprochen, die mit Bewunderung von unserer ehrenamtlichen Arbeit sprachen und den Mut diese Krankheit offen anzusprechen. Diese ließen sich nicht nur unsere Cocktails schmecken, sondern erkundigten sich über Hilfsangebote rund um Heidelberg und nahmen Infomaterial mit. Der Run auf unsere Cocktails ( was auch am schönen Wetter lag) war in diesem Jahr so groß, dass wir, trotz Zukauf von Limetten gegen 16 Uhr Ausverkauf verkünden mussten.

An dieser Stelle recht herzlichen Dank an Pfarrer Christoph Heimpel und den Mitgliedern des Tanzkreises und allen Helfern für die tatkräftige Unterstützung.

Klaus Querbach, Kreuzbund Heidelberg

 

              


Abschließend möchte ich zur „Aktionswoche Alkohol“ noch sagen, dass in diesem Jahr die Teilnahme der einzelnen Gruppen geringer war als in 2009. Trotz intensiver Vorarbeit (Gestaltungsvorschläge) wurde die Chance nicht genutzt auf unsere Angebote hinzuweisen. Ich finde dies persönlich sehr schade, kommt diese Möglichkeit nur alle zwei Jahre. Ich weiß wie wichtig ein „Aufhänger“ für die Öffentlichkeitsarbeit sowie die

Zusammenarbeit mit Institutionen ist. Diese Aktionswoche ist nun mal ein solcher. Auch wenn die DHS als Vorreiter fungiert. Die Möglichkeit uns zu präsentieren ist nun mal da.

In 2013 findet die nächste „Aktionswoche statt. Nutzen wir sie.

Klaus Querbach, Redaktion Quo Vadis
 

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