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Beteiligung der KB-Gruppen anlässlich

der bundesweiten Suchtwoche 2007

Bild 01 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach

 

Suchtwoche 2007

Kreuzbundgruppen aus dem Diözesanverband Freiburg präsentierten sich im Rahmen der Suchtwoche:

„Alkohol – Verantwortung setzt die Grenze“ hieß das Motto der diesjährigen bundesweiten  Suchtwoche vom 14.06. bis 19.06. Im Rahmen dieser Aktion fanden verschiedenste Veranstaltungen in der Diözese statt. Hier nur ein Teil der Veranstaltungen. Weitere Bildveröffentlichungen folgen.

Die Veranstaltungen im einzelnen von Norden nach Süden:

Heidelberg: Infostand Bismarkplatz und Alkoholfrei Cocktails beim Pfarrfest der Bonifatiusgmeinde

Mannheim: Infostand in Neckarau

Bruchsal: Infostand in der Fussgängerzone

Pforzheim: Infostand in der Fussgängerzone

Karlsruhe: Infostand in Fussgängerzone Durlach

Offenburg: Infostand beim Edeka Markt

Gengenbach: Infostand mit Vorstellung der Rauschbrillen auf dem Bauernmarkt

Löffingen: Gottesdienst mit Infostand und Fürbitten bezüglich Sucht in Unadingen.

Breisach: Infostand in der Fussgängerzone

Die Resonanz fiel unterschiedlich aus, was aber der Sache keinen Abbruch tat.

Allen, die bei dieser Aktion tätig waren einen recht herzlichen Dank. Ob nun bei Sonnenschein, oder wie in Heidelberg mit dreifacher Dusche.

Klaus Querbach, Presse- und Öffentlichkeit DV Freiburg

 

Bild 02 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach
Bild 03 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach


Veranstaltung in Gengenbach

hier stand die Veranstaltung unter dem Motto
"Was trinkt der Bürger an Alkohol im Jahresdurchschnitt"
 

Bild 04 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach Bild 05 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach

Unter dem Motto „Der pro Kopf Verbrauch an Alkohol des Bundesbürgers“ hatte die Kreuzbundgruppe Gengenbach am 16. 06. einen Infostand auf dem Marktplatz in Gengenbach. Der wöchentlich stattfindende Bauernmarkt am Samstagmorgen war unserer Ansicht nach die ideale Präsentationsmöglichkeit für unsere Gruppe als Veranstaltungsort in Verbindung mit der laufenden Suchtwoche.
Nach wochenlanger Vorbereitung und Beratung ging es am frühen Samstag ab 6.30 Uhr dann daran das Ganze in die Tat umzusetzen. Zelt und Inventar war aufzubauen und einzurichten, damit wir pünktlich zum Beginn des
Bauernmarktes ab 8°° Uhr ebenso startklar waren. Aber viele hilfreiche Hände ließen die Anforderung zu keinem Problem werden. Nun herrschte große Spannung unter den anwesenden Gruppenmitgliedern, ob sich auch interessierte Mitmenschen an unserem Stand einfinden werden. Und siehe da, unsere Angebot mit den verschieden Aktionen wurden angenommen. Der Blick durch die Rauschbrillen, oder ein alkoholfreies Mixgetränk als alternativer Sommerdrink hatten regen Zuspruch.
Auch das ausgelegte Informationsmaterial wurde von den Besuchern des Bauernmarktes immer wieder gerne mitgenommen. Ebenso war das Kreuzbundbanner der Kontaktstelle für die Selbsthilfegruppen der Ortenau ein Blickfang. Mit dieser Bandbreite an Informationen und Aktionen kam es dann zu vielen interessanten Gesprächen und Kontakten. Die Zeit verflog wie im Nu, und als es zum Ende der Veranstaltung um 12.30 Uhr wieder zum Abbau unseres Infostandes ging waren alle Gruppenmitglieder der einhelligen Meinung, das war eine tolle Sache gewesen.
Diese vier Stunden waren so angefüllt mit eigener Beteiligung, dass keinem der Gruppenmitglieder so recht bewusst war wie schnell die Zeit vergangen ist. Als Fazit der Veranstaltung kam dann zur Sprache „ Das machen wir mal wieder“. Wenn die Skepsis bei Einzelnen sich öffentlich zu präsentieren zuvor auch überwog, so hatten zum Schluss alle die Meinung, dass war eine tolle Erfahrung und hat jeden in der persönlichen Entwicklung ein Stück weitergebracht.

Karlheinz Benz - Gruppe Gengenbach    Fotos Karlheinz Benz
Bild 06 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach Bild 07 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach
Bild 08 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach Bild 09 Suchtwoche - Infostand in Gengenbach

Veranstaltung in Breisach

Bild 10 Suchtwoche - Infostand in Breisach Bild 11 Suchtwoche - Infostand in Breisach
 Bild 12 Suchtwoche - Infostand in Breisach
Neue Erfahrungen konnte ich während der Präsentation am Samstag den 16.06.07 für mich sammeln. Trotz Sonnenscheins, Wochenende und keiner Schulferien war die Breisacher Fußgängerzone schwach
besucht. So konnten Helmut und ich, ein paar interessierten PassantenInformationen zur Sucht und deren Umkehr auf ein „trockenes zufriedenes Dasein“ geben. Schade fand ich auch, dass eine Reporterin der Badischen-Zeitung aus Freiburg, entgegen ihrer Zusage und öfterem Nachfragen von ihr, nicht kam. Als wir
nach ca. 5 Stunden von einem kurzen Schauer überrascht
wurden und auch die Geschäfte schlossen, packten wir etwas hektisch zusammen. Während des gemeinsamen Mittagessens meinte mein Gegenüber: Der Ansturm wäre normal gewesen., er habe es selbst schon des öfteren so erlebt. Wir haben aber gezeigt, dass, wer was ändern will, dies kann, Hilfe findet und nicht allein gelassen wird. Es war ja auch das erste Mal, dass ich an solch einer Veranstaltung teilgenommen habe und den Stand gestaltet habe. Aber auch nicht das letzte Mal.

Bernhard Trub, Kreuzbundgruppe Breisach, Fotos Berhard Trub
 

Veranstaltung in Offenburg

Bild 13 Suchtwoche - Infostand in Offenburg Bild 14 Suchtwoche - Infostand in Offenburg

Die „Kreuzbund Gruppe Offenburg“ hatte einen Infostand am 14.6.07 zusammen mit der Lindenhöhe Klinik in Offenburg, vor dem großen „Edeka Markt Timm“ geplant. Am Dienstag, den 12.6.07 erschien im „Offenburger Tageblatt“ ein Termin Plan mit den einzelnen Veranstaltungen in der Stadt. Am Donnerstag, den 14.6.07, pünktlich zur „Suchtwoche“ Beginn, hatte das „Offenburger Tageblatt“, ein Interview mit unserem Gruppenleiter, das bereits am 8.6.07 bei ihm zu Hause stattfand, veröffentlicht. Wir 5 Kreuzbund und
Gruppenmitglieder haben uns dann um 9:30 Uhr vor dem Edeka Markt getroffen und den Stand bei schon sehr hohen Außentemperaturen aufgebaut. Mit den interessierten Bürgern, auch Ärzten, haben wir gesprochen und sehr viel Info Material verteilt. Mit einer Frau hatte unserer Gruppenleiter ein längres Gespräch geführt, die sich dann entschlossen hatte, freitags in unsere Gruppe zu kommen. Als Dank für das Gespräch, hatte sie dem Gruppenleiter eine große Schokolade übergeben, die wir dann am Freitag in der
Gruppe verteilten. Um 14:30 Uhr mussten wir dann unseren Stand, wegen aufkommenden, starken Windes und Gewitter sehr schnell abbauen, na ja, abgemacht war mit Edeka 15:00 Uhr. Es war ein sehr schöner und erfahrungsreicher Tag, vor allem, es lohnt sich Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam was auf die Beine zu stellen.

„KREUZBUND“ GRUPPE-OFENBURG
Hier nun das Interview, das mit Andreas Speer geführt wurde und am 14.06. im Offenburger Tageblatt veröffentlicht wurde.

Das Problem geht quer durch die Bevölkerung Andreas Speer, „Kreuzbund“ Gruppenleiter, über den zunehmenden Alkoholismus/ Heute ab 11 Uhr Info-Stand „Verantwortung setzt die Grenze“, mahnen die Organisatoren der „Suchtwoche“ – Alkoholiker erkennen diese
Grenze nicht mehr. Darüber sprachen wir mit Andreas Speer, Gruppeneliter des Kreuzbundes Offenburg, der heute von 11-15 Uhr in der Bertha-von Suttner-Straße beim Edeka-Markt informiert.

Tageblatt: Wie viel Alkohol trinkt jeder Bundesbürger jährlich?
Andreas Speer: 2005 waren es zehn Liter reiner Alkohol, das sind 290 Flaschen Bier, aber auf alle Einwohner
gerechnet, mit Kindern! In den letzten 20 Jahren nahm es stark zu. Ganz bedenklich sind Kampftrinken,
Flatrates- und Komasaufen. Was viele nicht wissen: schon zwei Flaschen Bier am Tag können süchtig machen.

Tageblatt: Was steckt hinter dem vermehrten Alkoholismus?
Andreas Speer: Beim den meisten ist es nicht Spielerei oder Leichtsinn. Vielmehr spielen bei Frauen
Einsamkeit sowie fehlende Liebe und Geborgenheit eine Rolle, bei Männern Eintönigkeit im Leben,
zermürbende Arbeit, mangelnder Erfolg und gekränkter Ehrgeiz. Und junge Menschen leiden an
Hoffnungslosigkeit und Zukunftsängsten.

Tageblatt: Was bieten sie im Kreuzbund an?
Andreas Speer: Unter anderem Hilfe zur Selbsthilfe, Begegnung und Gespräche, betriebliche Suchthilfe,
aufsuchende Hilfe und Prävention. Im Anschluss an Entgiftung und klinische Therapie ist so eine
Selbsthilfegruppe wichtig um trocken zu bleiben.

Tageblatt: Und was haben Sie für die Suchtwoche geplant?
Andreas Speer: Wir informieren heute in Offenburg und am Samstag von 8-12 Uhr in Gegenbach. Dabei kooperieren wir mit der Lindenhöhe-Klinik. Wir wollen die Meinung bekämpfen, Trinken sei nur ein Problem von „Pennern“. Alkoholsucht gibt es in allen Bevölkerungsschichten, unter Ärzten, Rechtanwälten und Politikern. Und fast jeder hat im Bekanntenkreis einen Betroffenen.
 

Veranstaltung in Heidelberg und Neckargemünd

Bild 15 Suchtwoche - Infostand in Heidelberg

Bild 16 Suchtwoche - Infostand in Heidelberg


Teilnahme des Kreuzbundes Heidelberg und Neckargemünd an der Suchtwoche 2007

Alkohol, Verantwortung setzt die Grenze“, war das Motto der Suchtwoche, die in diesem Jahr vom 14. –18. Juni stattgefunden hat. Unter Schirmherrschaft von Sabine Bätzing, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, hatte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zu einer bundesweiten Aktionswoche aufgerufen. Schon im Vorfeld dieser Woche hatten die Medien in Heidelberg auf die Veranstaltungen dieser Woche hingewiesen. Als Volksdroge Nr.1 ist Alkohol (nach dem Rauchen) diejenige, die die meisten
Gesundheitsschädigungen mit sich bringt. Mehr als 74.000 Deutsche sterben jedes Jahr an den Folgen des Konsums. 1,7 Millionen gelten als alkoholabhängig, weitere 10 Millionen weisen ein riskantes Konsumverhalten auf. Zwar richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Folgen des Alkoholismus, doch auch Medikamente oder Drogen drängen Menschen in die soziale Isolation.

Bild 17 Suchtwoche - Infostand in Heidelberg Bild 18 Suchtwoche - Infostand in Heidelberg
Die Hilflosigkeit einer unkundigen Umwelt leisten dieser Ausgrenzung oft Vorschub. Um auf diese Problematik, ohne erhobenen Zeigefinger, hinzuweisen beteiligten sich am 16.06. und 17.06.07 die Kreuzbundgruppen aus Heidelberg und Neckargemünd, sowie der Tanzkreis des Kreuzbundes Heidelberg mit einem Infostand am Kaufhaus Horten in Heidelberg und beim Pfarrfest der Bonifatiusgemeinde in der Weststadt an dieser Aktionswoche. Auf dem Bismarkplatz wurde das gemeinsame Netzwerk der Hilfe bestehend aus Kreuzbundgruppen dem Caritasverband Heidelberg und der Psychosoziale Beratungsstelle der AGJ (Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V.) präsentiert. Info-Zeitungen, Selbst-Tests und Präventionsmaßnahmen fanden interessierte Abnehmer. Trotz dreimaligen Sommerregens waren alle Beteiligten mit Eifer bei der Sache um den Interessenten die Möglichkeiten und die persönlichen Erfahrungen im Bereich der Hilfe zu vermitteln. Rückblickend ist festzuhalten, dass diese erste Veranstaltung sehr wichtig war, um das Zusammenspiel von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern zu vermitteln. Sonntags präsentierte dann der Tanzkreis des Kreuzbundes Heidelberg beim Gemeindefest der Bonifatiusgemeinde „Alkoholfrei Cocktails“. „ Ich hätte nie gedacht, das diese Cocktails so toll schmecken“ meinte eine Besucherin, die lt. ihrer Aussage schon eher zu einem alkoholischen Getränk neigt, wenn gefeiert wird.
Ich werde auf jeden Fall das nächste Mal ein alkoholfreies Getränk anbieten, meinte sie. So wie ihr erging es vielen, die mit dem Namen Cocktail, Alkohol als Hauptbestandteil in Verbindung brachten. Als Nebeneffekt fanden auch hier die Informationsschriften und Selbsttests ihr neugierig gewordenes Publikum.
Für alle, die Lust haben unsere Cocktails zu probieren hier drei Rezepte:
Caipirinha: 1 Limette, 2 Esl. Rohrzucker, Bitterlemon, 5 Esl. gestoßenes Eis
Coofi: 2 cl. Blue Curacau Sirup, 2 cl. Zitronensaft, 4 cl. Orangensaft, 8cl. Ananassaft, 5 Esl. gestoßenes Eis
Viel Spaß beim Ausprobieren. Resümee der Suchtwoche: Da Sucht und vor allem Alkoholismus eine sehr stark
moralisch besetzte Angelegenheit sind, muß noch sehr viel Informationsarbeit geleistet werden, damit diese
Krankheit kein Tabuthema bleibt. Auch sollten wir uns nicht scheuen auf soziale Veränderungen in der
Gesellschaft hinzuweisen, die dieser Situation Vorschub leisten. Allen, die an diesen beiden Tagen sich beteiligt
haben um unser Hilfsangebot zu vermitteln, recht herzlichen Dank.

Klaus Querbach, Kreuzbund Heidelberg
 
Bild 19 Suchtwoche - Infostand in Heidelberg Bild 20 Suchtwoche - Infostand in Heidelberg

Veranstaltung in Karlsruhe und Durlach


Aktivitäten der Karlsruher und Durlacher Gruppen

Vom 14-18.06. fand dieses Jahr die Suchtwoche statt. An dieser Suchtwoche nahm der Kreuzbund Karlsruhe und Durlach an drei Tagen teil.
15.06.2007 Info-Stand im Vincenzius Krankenhaus von ca. 14 bis 19 Uhr. Es fiel auf, dass die Suchtwoche
nicht allgemein bekannt war und die Leute nicht über Informationen verfügten.
16.06.2007 Info-Stand in Durlach an der Karlsburg mit der Tagesklinik. Leider lief an diesem Tag einiges
schief, besonders das Wetter.
17.06.2007 Gottesdienst in St. Konrad um 10.30 Uhr mit Info-Stand. Leider war unser Beamer defekt, deshalb lief nicht alles so wie geplant. Wir mussten improvisieren und die Aufgaben unter Pfarrer Bechthold, Hr. Hans Gerd Köhler (Vorsitzender vom Caritasverband), Willi Mauz, zwei Frauen aus der Gemeinde (Pastoralreferentinnen) und mir aufteilen. Nach dem Gottesdienst luden wir noch die Gemeinde zum Gespräch und Teilnahme am Infostand ein. Die Rückmeldungen waren sehr gut.

Alois Ganter, Gruppenleiter Kreuzbund Karlsruhe


Veranstaltung in Löffingen

zur bundesweiten Suchtwoche veranstaltete die Kreuzbundgruppe Löffingen in der Unadinger Kirche einen themenbezogenen Gottesdienst der von Herrn Dekan Dannenberger tatkräftig unterstütz wurde.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für die Unterstützung und Worte zum Gottesdienst
an Dekan Dannenberger von der Löffinger Kreuzbundgruppe und dem Vorstand des Diözesanverbandes Freiburg.

 

Bild 21 Suchtwoche - Gottesdienst in Unadingen

Predigt für die Messe am 17.6.07

 
Zusammengestellt von Renate Metzeler
aus Kreuzbund-Predigtvorlagen.
 

Im Rahmen der Suchtwoche möchten wir den Sinn und Zweck der Selbsthilfe-Gruppen des Kreuzbundes vorstellen. Neben den Fachleuten in der ambulanten und stationären Suchtkrankenarbeit kommt den Gruppen der Selbsthilfe und den Helfergemein- schaften für Suchtkranke eine bedeutende Aufgabe zu. Gerade bei den so mühsamen ersten Schritten zur Gewinnung der Krankheitseinsicht und zur Erlangung der Behandlungsbereitschaft und dann später nach der Behandlung in der unverzichtbaren Nachsorge leisten diese Gruppen den Betroffenen und ihren Angehörigen unschätzbare Dienste. Ungefähr 80% aller behandelten Alkoholkranken, die sich einer solchen Gruppe anschließen, bleiben abstinent. Von denen, die sich einer solchen Gruppe nicht anschließen, werden erfahrungsgemäß 80% wieder rückfällig. In diesen Selbsthilfegruppen erleben die Betroffenen und ihre Angehörigen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit, sie finden Verständnis und brauchen keine Angst zu haben, verurteilt und abgelehnt zu werden. Krank zu sein ist keine Schande, wohl aber, nichts dagegen zu tun! Es geht uns heute darum, dass wir uns um ein sachlich richtiges Verständnis der Abhängigkeitskrankheit bemühen. Denn nur dann kann es uns gelingen, uns richtig zu verhalten und ein richtiges Verhältnis zu den Abhängigkeits-kranken zu bekommen. Nach den Aussagen der Bibel ist die Liebe das Lebensgesetz einer christlichen Gemeinde schlechthin. Es ist die Liebe, die alle miteinander verbindet. Liebe ist keine Gefühlsduselei, sondern das ernste Bemühen, sich dem Anderen gegenüber so zu verhalten, dass ich ihm nützlich sein kann. Das aber erfordert eine große Portion Sachverstand. Niemand aber, der sich Christ nennen will, kann sich dieser Liebesverpflichtung entziehen, sich fachlich informieren zu lassen. Mit der Krankheit der Abhängigkeit berühren wir einen Problembereich, den wir ganz allgemein wie selbstverständlich mit Begriffen wie: Sucht, Süchtigkeit, süchtigem Verhalten zu benennen gewohnt sind.

Bild 22 Suchtwoche - Gottesdienst in Unadingen
Bild 23 Suchtwoche - Gottesdienst in Unadingen
Bild 24 Suchtwoche - Gottesdienst in Unadingen

 Fürbitten

Für den Suchtwochen – Gottesdienst

Pfr: Jesus Christus hat sich auf die Seite der Armen und Schwachen, der Entrechteten und Verachteten gestellt. – Laßt uns in seinem Namen Gott anflehen, dessen Güte und Menschenfreundlichkeit in ihm sichtbar erschienen ist.

 V :  Wir beten für alle, die in Staat und Kirche Verantwortung tragen, dass sie Kraft haben für eine mutige Sozialpolitik, damit Abhängigkeitskranken echte Hilfe geboten werden kann.

A :  Wir bitten Dich, erhöre uns.

V :  Wir beten für alle, die noch nicht in der Lage sind, das Kreuz anzunehmen, das sich ihnen in der Gestalt der Abhängigkeits-Krankheit in den Weg gestellt hat.

A :  Wir bitten Dich, erhöre uns.

V :  Wir beten für alle Angehörigen, die als Mitbetroffene gezwungen sind, das Kreuz dieser Krankheit mitzutragen.

A :  Wir bitten Dich, erhöre uns.

V :  Wir beten für alle Eltern, die darunter leiden, dass ihr Kind Drogenabhängig ist und die nur hilflos  und verzweifelt zuschauen können.

A :  Wir bitten Dich, erhöre uns.

V :  Wir beten für alle Patienten in der Therapie, die sich in den Ge-sprächen entblößt vorkommen, damit sie begreifen und erfahren, dass die Wahrheit frei macht.

A :  Wir bitten Dich, erhöre uns.

V :  Wir beten für alle, die in und durch die Abhängigkeitskrankheit zu Tode gekommen sind, dass sie in der Ewigkeit die Erfüllung ihrer Sehnsucht, den Frieden und die Vollendung finden.

A :  Wir bitten Dich, erhöre uns.

 

Veranstaltung in Pforzheim

 

Bericht zur Suchtwoche

Gruppe Pforzheim I – Georg Harms

Auf Initiative des Gesundheitsamtes zeigte man am Freitag, 15. Juni 2007, im kommunalen Kino in Pforzheim den Film „Morgen hör’ ich auf“, das Psychogramm eines Trinkers, welches von der eigenen exemplarischen Geschichte des Autors Eddie Cornwell handelt. Viele unserer Gruppenmitglieder sahen sich diesen ergreifenden Film an, dem sich eine Podiumsdiskussion, leider nur mit dem BLV, anschloss.

Unter Federführung der Gruppe Pforzheim I präsentierte sich der Kreuzbund am Samstag, 16. Juni 2007, in der Fußgängerzone in Pforzheim mit einem Informationsstand. Auf einer Stellwand machten wir mit Hilfe von verschiedenen Postern auf den Kreuzbund aufmerksam und hatten auf zwei Tischen diverse Informationsbroschüren zum Mitnehmen ausgelegt. Obwohl keiner der Passanten über die Suchtwoche informiert war, bestand doch reges Interesse an unserem Stand und dem ausgelegten Informationsmaterial. Es wurden gute und sehr interessante Gespräche geführt, sowohl mit Betroffenen als auch mit Mitbetroffenen. Schade war es, dass wir von keinem unserer Partner vor Ort, wie der Caritas, den Krankenkassen oder dem Gesundheitsamt unterstützt wurden. Lediglich der Pforzheimer Kurier druckte ein Interview zum Thema Suchtwoche und zur Rolle des Kreuzbundes bei der Nachsorge ab, welches die Redakteurin im Vorfeld mit mir geführt hatte. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Gruppenmitglieder Gisela, Erika, Ingrid, Rainer und Willi, die mit mir gemeinsam in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr am Informationsstand für Auskünfte zur Verfügung standen.

Am Sonntag, 17. Juni 2007, fand um 11.30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche in Pforzheim ein Gottesdienst mit Pfarrer Ihle statt, der komplett auf das Thema Sucht und die Arbeit des Kreuzbundes ausgerichtet war. Die Suchtproblematik wurde als Power Point Präsentation über eine Leinwand, die über dem Altar hing, aufgezeigt. Anschließend erfuhr der Gottesdienstbesucher, wie die Nachsorge, und hier speziell in einer Selbsthilfegruppe des Kreuzbundes, aussieht. Den Schluss bildete ein festes Standbild mit den Worten „Wir können helfen“ und den Ansprechpartnern, Telefonnummern und der Adresse der beiden Pforzheimer Kreuzbund-Gruppen. Von Gisela wurden die Fürbitten vorgetragen, die alle das Thema Sucht sowie die Nachsorge, auch durch das Ehrenamt, zum Inhalt hatten. Gegen Ende des Gottesdienstes fand am Altar zwischen Pfarrer Ihle und mir ein Frage-Antwort-Spiel statt. Dabei waren von mir Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel: „Wie sind sie zum Kreuzbund gekommen?“ oder „Wie wird Sucht empfunden – was macht Sucht aus?“ oder „Welche Hilfe können Sie einer Familie (Co-Abhängige) anbieten und wie können Sie diese Hilfe anbieten?“. Dieser Teil des Gottesdienstes hat mich persönlich sehr berührt, weil ich so etwas in dieser Form bisher nicht erlebt hatte. Den Gottesdienstbesuchern muss es wohl ähnlich ergangen sein, denn am Ende des Gottesdienstes wurde spontan applaudiert. Mit diesem Applaus bezeugte man sein Mitgefühl mit den Suchtkranken, aber auch den Respekt vor unserer Arbeit. Auch das war für mich ein einmaliges Erlebnis. Nach dem Gottesdienst kamen viele Menschen zu uns Kreuzbündlern, schüttelten uns die Hand und brachten immer wieder zum Ausdruck, wie beeindruckt sie von unserer ehrenamtlichen Arbeit sind. Eltern holten sich Informationen über den Umgang mit Alkohol im Hinblick auf ihre heranwachsenden Kinder und Lehrer erkundigten sich über die Möglichkeit von Aufklärungsarbeit durch den Kreuzbund in Schulklassen.

In diesen Zusammenhang möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Herrn Pfarrer Ihle für seine tolle Unterstützung bei der Gestaltung des Gottesdienstes bedanken. In einer relativ kurzen Vorbereitungszeit hat er vorbehaltlos einen Kreuzbund-Gottesdienst unter unserer Mitwirkung gestaltet, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

 

                           

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