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Kreuzbund - Wallfahrt nach Rom

 

Pilgerreise 2006 in die ewige Stadt

 

vom Kreuzbund Diözesanverband Freiburg e.V.

 

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ie Kreuzbund – Pilgerreise vom Sonntag 24.09. bis Montag 02.10. 2006 nach Rom, stand unter dem Höhepunkt bei unserem Papst Benedikt XVI. am Petersplatz sowie verschiedene Gottesdienste in Rom, in den Katakomben und in Florenz. Unser Bruder Ludger, Geistl. Beirat hat sich sehr großzügig gezeigt und die Romfahrt mit einem stolzen Beitrag unterstützt. Wir, die Pilgerreisenden möchten uns dafür recht herzlich bedanken. Leider konnte Bruder Ludger, der die Reise auch mit vorbereitet hat, aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht teilnehmen.

Unsere Busreise begann an den Zusteigorten Bruchsal, Karlsruhe-Durlach, Offenburg und Freiburg. Die 36 Reiseteilnehmer hatten sich bald nacheinander im modernen Reisebus bequem  und miteinander bekannt gemacht und so konnte die große Fahrt beginnen. Die Reiseroute führte über Basel, Luzern am Vierwaldstätter See, durch den 17 km langen St. Gotthard  Tunnel nach Chiasso und Como. An einem Rastplatz, umgeben von hohen Bergen wurden Biertische aufgestellt und eine zünftige Brotzeit gemacht. In Italien ging`s nun weiter an Mailand vorbei, durch die große Poebene nach Modena kurz vor Bolognna. Modena, die Ferrari-Stadt mit Automuseum und Shops und seit 1997 Auszeichnung UNESCO – Weltkulturerbe für Dom und Altstadt. Unsere erste Unterkunft war das Hotel Ritz.

 

Bild  Romwallfahrt - Rom im Regen                                                                                                                                                                                                           Weiter ging die Fahrt durch die Toskana über das Apenninen
Gebirge nach Rom in die ewige Stadt. Wir waren noch auf
dem großen Autobahn – Außenring,als ein heftiges Gewitter über
uns und Rom niederging. Von der Autobahnabfahrt durch die
Außenbezirke von Rom zum Hotel hatten wir alle Mühe
bei stärksten Gewitterregen, hereinbrechender Dunkelheit,
überfluteten Straßen und in Unkenntnis einer fremden Stadt,
fanden unser Fahrer Roland, unterstützt durch Helmut und
Gustav doch relativ schnell unser Hotel Beethoven,
ca. 3km  westlich vom Stadtzentrum entfernt.

 

Zur Einstimmung auf Rom, zum Dank für die Ankunft und im Bewusstsein einer Pilgerreise, versammelten wir uns, nach der Zimmerzuteilung, in der Hotelbar. Es wurden Tische und Stühle verschoben und wir hatten einen Raum zum Innehalten, zum Nachdenken geschaffen. Da unser Bruder Ludger ausfiel, hatte Gustav eine Wort Gottes Feier vorbereitet. Mit Liedern aus dem Gotteslob, Gebeten, Lesung und Evangelium, den Fürbitten und Segensworte stimmten wir uns auf den Romaufenthalt in einer würdigen Feier ein. Nach dem Abendessen schloss sich noch eine Lichter – Rundfahrt durch die nächtliche, vom Gewitter durchnässte Stadt Rom an. Am 1. Tag in Rom, ging es im Bus mit unserer Reiseleitung quer durch Rom zu den Callisto – Katakomben an der alten römischen Heerstraße Via Appia Antica gelegen.  Unterwegs staunten wir über das Fahrverhalten der Römer, insbesondere der Motorradrollerfahrer (in Rom gibt es ca. 800.000 Roller). Wir erfuhren von der Reiseleiterin von den Gewitterfolgen vom Vortage, sowie Stromausfällen in einigen Stadtteilen. Wassereinbruch in die U-Bahn (Metro). In den Katakomben, mit seinen ca. 200.000. Gräbern, hatten wir eine interessante Führung. Früher wurden die Toten außerhalb der Stadtmauern, in weiche Tuff gehauene Gräber, beerdigt. Diese Grabanlagen waren dann auch die Zufluchtsorte der ersten Christen bei ihrer Verfolgung. Nach der Führung hatten wir einen eindrucksvollen Gottesdienst in einer kleinen Kapelle oberhalb der Katakomben. Den Gottesdienst hielt ein Slisianer – Pater  von Don Bosco aus Köln, der den Kreuzbund, zu unserer Überraschung, gut kannte.

                                                                                                                                                                                       

  Bild  Romwallfahrt - Deutscher Friedhof                                Bild  Romwallfahrt - Heilige Messe

 

Am Nachmittag ging`s wieder quer durch die Stadt, zu unserem nächsten Höhepunkt, zum Vatikan. Der Vatikan ist der kleinste unabhängige  Staat der Welt (0,44 km²), mit der größten Kirche der Welt, dem Petersdom. St. Peter (187m Innenlänge), den größten und umfangreichsten Museen, der kleinsten Armee, der Schweizergarde (110 Mann) und den geheimnisvollen und prächtigen vatikanischen Gärten und liegt mitten in Rom auf einem der 7 Hügeln. Unsere Führung begann mit einer Sicherheitskontrolle, wie man sie vom Flughafen kennt. In der Vorhalle des Doms bekam jeder einen Kopfhörer für eine leise Führung ( wir waren nicht alleine). Nun begann das große Staunen: Der riesige 5 schiffige Dom für 60.000 Menschen Platz, die Pieta von Michelangelo, die vielen Skulpturen  und Altäre, der päpstliche Hochaltar und darunter die Grotte mit den Gräbern vieler Päpste wie Pius XII., Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., und Johannes Paul II. Im Anschluss der Führung war die Möglichkeit zur Kuppelbesteigung mit einem rieigen Blick über den Vatikan, die Stadt (und den Erdkreis).

 

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Bild  Romwallfahrt - Lateran Kirche

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Bild  Romwallfahrt - Trevi Brunnen

Bild  Romwallfahrt - Petersplatz

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Bild  Romwallfahrt -

         

          

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Nach all dem Erlebten  trafen wir uns am vereinbarten Treffpunkt “Cafe St. Petro“ zur Busheimfahrt. Jedoch der Bus kam nicht. Nur die Botschaft: Der Bus ist kaputt. Nach kurzer Beratung war klar: Wir fahren mit der Metro Linie A, von Station Otaviano nach Cornelia, mit 20 Min. zur Station und 20 Min. zum Hotel. Wir waren alle sehr müde, aber um ein tolles Erlebnis reicher. Unser Bus wurde von einer Mercedes-Werkstatt repariert und war am Abend einsatzfähig. Am Abend trafen wir uns wieder nach dem Abendessen in der Hotelbar zu einer Vorstellungsrunde. 

                                                                                                                                          

 

Der 2. Tag in Rom, mit dem Höhepunkt der Papstaudienz.
Mit dem Bus zum Vatikan – Tiefgarage, ab 7.30 Uhr Treffpunkt
halbkreisförmige Kolonaden, Anstehen zur Sicherheitskontrolle.
Nach ca. 1 Stunde durften wir in einem bestuhlten Bereich Platz
nehmen. Hier konnten wir miterleben, wie sich der riesige
Petersplatz mit Menschen füllte und wir hatten bis 10 Uhr
Zeit miteinander ins Gespräch zu kommen, um uns über
persönliche und religiöse Themen auszutauschen.
Papst  Benedikt XVI. fuhr im offenen Wagen ca. 10 m an
uns vorbei. Es war beeindruckend diese Atmosphäre
mitzuerleben. Die Audienz dauerte mit den einzelnen
Begrüßungen und Lesungen  ca. 2 Stunden, bis 12 Uhr.
Am Nachmittag war Zeit zur freien Verfügung.

 

 

Am 3. Tag in Rom durften wir an den Schweitzer Garden vorbei in den Vatikan, zur deutschen Kirche und deutschen  Friedhof, dem „Campo Santo Teutonico“  Dieser geschichtsmächtige Flecken ist die älteste deutsche Nationalstiftung in Rom. Hier war ein Gottesdienst in deutscher Sprache geplant, aber aus Termingründen des zuständigen Priesters, war dies nicht möglich. Mit Liedern und Gebeten gedachten wir hier der unzähligen Toten an diesem Begräbnisplatz. Danach war Rom, antik und klassisch Bild  Romwallfahrt - Antikes Romauf dem Programm.  Zu Fuß ging es durch das alte Rom. Beginnend am 48m hohen Kolosseum für 55.000 Zuschauer gebaut, weiter durch`s Forum Romanum  mit den antiken Ausgrabungen von Kultstätten, Denkmälern, Triumpfbögen u.s.w. Weiter ging`s  durch`s  klassische Rom zum Trevi – Brunnen (Münzen pro Tag ca. 1.600€, für Caritas), zur spanischen Treppe (138 Stufen), das Pantheon 27 v. Chr. Erbaut, die Kuppelöffnung hat einen Durchmesser von 9m, Gesamtdurchmesser ist 43m, die Mauerdicke ist 6m. Zu Fuß geht’s weiter zum Piazza Navona bis zur Engelsbrücke und Engelsburg.Bild  Romwallfahrt - Triumphbogen

Der 4. Tag in Rom, führt uns zu den Hauptkirchen in Rom. Zunächst hatten wir in einer Nebenkapelle der Hauptkirche  Maria Maggiore einen deutschsprachigen Gottesdienst. Der Priester, er ist zuständig und koordiniert die deutschsprachigen Gottesdienste, hatte deutsche Lieder bereits vorbereitet. Die Lesung und Fürbitten übernahmen wir in gewohnter Weise.

Nach der Besichtigung der Lateran Kirche, sie ist die eigentliche Kirche des Papstes als Bischof von Rom und Mutterkirche der Stadt und des  Erdkreises, fahren wir weiter nach St. Paul vor den Mauern von Rom. Sie ist vor  allem bekannt für die Porträts aller Päpste, Papst Benedikt XVI. ist auch schon vorhanden.

Nachmittags geht es nach Castelcandolfo ca. 30km südwestlich von Rom am Albaner See. Hier ist die päpstliche Sommerresidenz mitten in den Albaner Bergen, ein reizvolles Städtchen. Zum letzten Abendessen in Rom, im Hotel Beethoven trafen wir uns voller Eindrücke und Erlebnisse  .Bild  Romwallfahrt - Straße nach Orvieto Übrigens, zu den Abendessen hat jeder Tisch aus einer Box eine Karte mit einem anderen Tischgebet gezogen und in der Tischgemeinschaft vorgelesen. Nach dem Frühstück hieß es „Ciao Roma“, es geht weiter nach Florenz der Hauptstadt der Toskana. Wir fuhren auf der gleichen AutobahnA1 zurück wie auf der Herfahrt und kommen wieder an Orvieto, eine mittelalterliche Stadt hoch oben auf einem Bergkegel gelegen, vorbei und beschließen einen Busstopp einzulegen. Wir fahren zu einem Sammelparkplatz, (man kann nicht hoch fahren) und fahren mit einer Schienenseilbahn zur Stadt hinauf. Wir sind überwältigt von den mittelalterlichen Gassen, Häusern und dem mächtigen großen Dom, der Aussicht von hier oben und und und. Nach ca. 2 Stunden Aufenthalt geht`s  wieder mit der Bahn nach unten zum Busparkplatz. Nach einer Brotzeit, die unsrer Busfahrer bereits vorbereitet hatte, geht’s weiter nach Florenz.

 

Wir kommen gegen Abend nach Prato, unweit bei Florenz zu unserem Hotel Art Milano, dieses liegt unmittelbar an der alten Stadtmauer, die eine alte historische Stadt umschließt. Nach kurzer Zimmerzuteilung, machte sich jeder auf, zu einem Bummel und Einkauf, in die Stadt. Heute am Sonntag fahren wir, ca 20 Min., nach Florenz zu einer altwürdigen Kirche, mitten im Stadtzentrum zu einem vorgeplanten Gottesdienst. Ein deutschsprachiger Pater war eigens aus Assisi angereist. Auch hier waren alle im Gebet und Gesang aktiv mit dabei. Man spürte, dies ist ein vorweggenommener Dankgottesdienst für diese erlebnisreiche Pilgerfahrt. Doch zunächst treffen wir vor der Kirche  unsere Stadtführerin, die uns die nächsten 3 Stunden die einmalige Kulturmetropole zu Fuß näher bringt. Wir bekommen einen Einblick in die bedeutendsten Kunstschätze der Stadt. Wir sehen viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten:

        Bild  Romwallfahrt - Baptistarium                  Bild  Romwallfahrt - Staftansicht Florenz

 

Das Baptisterium, die berühmte Brücke Ponte Vecchio über den Arno – Fluss mit den vielen Schmuckläden. Auch hier hatten wir freie Zeit.  Am Nachmittag ging`s  mit dem Bus hinauf zu einer Aussichtsplattform, dem Piazzale  Michelangelo. Von hier oben hat man ein beeindruckendes Panorama. Die ganze Stadt liegt zu Füßen.

Nach einer letzten  italienischen Nacht in Prato fahren wir auf der Autobahn A1 an Bolognia und Mailand vorbei in die Schweiz, im Raum Vierwaldstätter See  machen wir das letzte Mal eine Pause, bevor wir dann über Basel nach Freiburg zur ersten Aussteigestelle am Freiburger Bahnhof ankommen.

Bevor ich nun den letzten Punkt hinter diesen Pilger – Reisebericht setzte, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass hier eine Gruppe unterwegs war, die zusammen gehalten, auf jeden Rücksicht genommen, pünktlich war, die einfach toll  mitgemacht hat. Selbst in der langen Busfahrt, als einige anfingen Schals und sonstiges zu stricken, steckte es an und viele machten mit, Knäuel zu wickeln, Bommel zu schneiden, Fäden zu kürzen und immer mit Witz und guter Stimmung.

 

Bild  Romwallfahrt - Rosi hält wie immer die Fäden in der Hand

Prima Kreuzbund, weiter so.                                                                                                                  

Danke an Bruder Ludger, Danke an Rosi und Helmut und
Danke an unseren Fahrer Roland Schlaier.

Gustav Weber, Kreuzbundgruppe Heidelberg III

Fotos: Karlheinz Benz, Gustav Weber

 

 

                                                                                                                              

 

                                                    Bild  Romwallfahrt - Gruppenbild auf Petersplatz                  

                                                                                                                            

Es gibt nur ein Mittel

sich wohl zu fühlen:

Man muss lernen, mit dem

Gegebenen zufrieden zu sein

und nicht immer das verlangen,

was gerade fehlt

 

Theodor Fontane

 

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