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Gruppenleiter - Arbeitstagung und Seminar

vom 02. - 04. November 2009 in Bühl-Neusatz

 

Wehmut machte sich breit beim letzten Gruppenleitertreffen in diesem Jahr. War es doch das Letzte Treffen in dieser Art in Kloster Bühl-Neusatzeck. Das Tagungshaus wird umgebaut und die Zimmer werden anderweitig benötigt, sodass  eine solche Veranstaltung dort  nicht mehr durchführbar ist. Die Maultaschen, der Fischweiher und der vor einigen Jahren angelegte Kräutergarten werden uns fehlen, meinte ein Teilnehmer der schon lange Jahre nach Bühl kommt. Als wollten alle noch einmal dieses bestimmte Gefühl auskosten waren so viele Gruppenverantwortliche gekommen wie nie zuvor.. Doch so weit waren wir dann am Freitag doch noch nicht.

Der Diözesanvorsitzende Helmut Wienecke begrüßte alle nach dem Abendessen auf das herzlichste vor allem aber die neuen Teilnehmer aus dieser Runde:

>      Jürgen Bauer, Gruppe Karlruhe –Durlach

>     Gerhard Häring, Gruppe Karlsruhe

>       Jutta Kirn, Gruppe Ettlingen

>       Benno Kreuter, Gruppe Pforzheim I

>       Petra Langer, Gruppe Stutensee

 

 


Freitag - Kommission Mitgliedschaft

Wolfgang Berger vom Stadtverband Ulm der Diözese Rottenburg/Stuttgart und Georg Harms berichten aus ihrer Arbeit als Mitglieder der Kommission Mitgliedschaft.

Die Kommission hat bisher viermal getagt. Es gibt bundesweit 28.000 Gruppenbesucher, aber nur 14.000 Mitglieder. In der Kommission wird eine grundsätzliche Mitgliedschaft diskutiert und in diesem Zusammenhang auch die Beitragsgestaltung. Eine klare Forderung der Kommission wird eine Familienmitgliedschaft sein. Außerdem muss die prozentuale Rückführung des Beitrages an die DV’s über den jetzigen Satz hinaus gehen.

Die Vertreter der Kommission machen deutlich, dass zu einer Entscheidungsfindung die Gruppenleiter und Stellvertreter an erster Stelle stehen. Nur mit deren Unterstützung kann die Kommission etwas erreichen. Daher gehen die Mitglieder der Kommission in die einzelnen Diözesen (zu GL-Arbeitstagungen o.ä.), um zu berichten und die Meinung der GL’s und Stellvertreter mitzunehmen.

Georg hatte im April Fragebögen zum Thema Mitgliedschaft an unsere Gruppenleiter verteilt. Leider erhielt er von 35 Gruppen nur aus 10 Gruppen Rückmeldungen. Es konnten fünf neue Mitglieder durch diese Aktion gewonnen werden. Georg stellt die Frage, ob das Thema in den Gruppen angesprochen wurde und wie die Resonanz war. Nach sehr hitziger Diskussion in der Verlauf auch Artikel im Weggefährten angesprochen wurden, die in keinster Weise die Situation vor Ort wiederspiegelt und zukunftsweisend überdacht ist.

Die Selbsthilfe steht im Vordergrund. Eine Mitgliedschaft geht nur über die Personen in der Gruppe, nicht über die Institution Kreuzbund. Bei einer guten Gruppenarbeit und einem guten Angebot habe man keine Probleme. Vom Bundesverband wird erwartet, dass er seine Ausgaben überdenkt und die Basisarbeit weiterhin unterstützt.

Helmut macht nochmals deutlich, dass wir als kleiner Verband gegen eine Zwangsmitgliedschaft sind. . Dem Erstbesucher muss vermittelt werden, dass wir gute Selbsthilfe leisten und ein gutes Rahmenprogramm bieten. Wir werben in erster Linie  keine Mitglieder für den Bundesverband, sondern für unsere Gruppen. Es geht um unsere Glaubwürdigkeit. Gute, glaubwürdige, ehrliche  und nachvollziehbare Gruppenarbeit zahlt sich langfristig immer aus.

Helmut dankte Wolfgang Berger für sein Kommen, lud ihn noch zum Eisessen ein, was dieser auf Grund der vorgerückten Stunde dankend ablehnte, und wünschte ihm einen guten Nachhauseweg.

 

 


Samstag: - Gruppenleiterschulung

Thema „Kreative Methoden in Gruppen“

 

Wie nicht anders erwartet ging es gleich los mit der Arbeit. Nach Rückblick auf die letzte Schulung und der Frage nach eventuellen Anliegen wurde nach dem Wissenstand im Bezug auf Kreative Methoden in der Gruppenarbeit gefragt.. Mit dem Ziel Gruppenabende kreativ zu gestalten. Man kann dies unterscheiden nach verschiedenen Kriterien: z.B.

 

>      Blitzlicht Varianten

>       Übungen für die Anfangs- und Kennenlernphase

>      Anwärmspiele vor Arbeitseinheiten

>     Übungen zur Auflockerung für zwischendurch

>     Übungen zur Gruppendynamik

 >     Phantasiereisen, Imaginationen, Achtsamkeitsübungen

>    Abschiedsrituale
 

Dann folgte die Szenische Umsetzung von Begriffen aus der Sucht. (Rückfall, Suchtdruck, Abhängigkeit, Krise, Co-Abhängigkeit, Polytox, Kinder von Suchtkranken, Träume, usw.) Die Arbeit erfolgte in Kleingruppen, die sich zur Beratung zurück zogen, die einzelnen  Rollen verteilten, den Ablauf diskutierten  und die Szene anschließend dem Plenum  präsentierten. Es zeigte sich wieder einmal, dass ungeahnte Fähigkeiten in jedem einzelnen von uns  stecken. Diese zu wecken, mutig zu präsentieren liegt letztendlich an uns selbst. Das Schauspiel bietet hier ungeahnte Möglichkeiten. Auch diese sollte in den Gruppe, z. b. in Form einer Theater AG genutzt werden. Leider ging der Schulungsvormittag zu schnell vorbei. Wir hätten gerne noch etwas länger Theater gespielt.

Der Nachmittag wurde dazu verwendet Blitzlichtvarianten, Übungen zur Auflockerung für Zwischendurch, Übungen zur Konfliktlösung und Übungen zur Konfliktlösung zu besprechen und auszuprobieren.

Trotz  aller Dynamik und  der Bereitschaft  die besprochenen und erlernten Ziele schnell umzusetzen stießen die Gruppen an ihre Grenzen. Was teilweise auf die Gruppengröße zurück zu führen ist.  Ich bin jetzt schon gespannt auf die nächste Gruppenleiterschulung.

Zum Abschluss dankten wir Ursula Portscht und Michael Wagner trotz Erkältung für ihren Einsatz. Wie gesagt, wir stoßen was die Gruppengröße betrifft hier an unsere Grenzen. Jedenfalls hatten sich alle ihre Portion Eis zum Abschluss im Eissalon redlich verdient

 


Sonntag:

Der Sonntag Vormittag stand ganz im Zeichen der Berichte aus den einzelnen Aufgabenfelder des Vorstandes sowie den Berichten aus den Gruppen. Doch zuerst galt es Elvira Wieczorek zu danken. Elvira hatte bei der Mitgliederversammlung nicht mehr für den Vorstand kandidiert.  Konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an  dieser und der ersten Arbeitstagung teilnehmen. Helmut Wienecke nahm nun die Gelegenheit war  und dankte Elvira mit einem Blumengruß  für ihre Arbeit im Vorstand in den letzten Jahren, ihre hervorragenden Arbeit als Frauenbeauftragte, als Mitglied im Faschingsteam und ihrer Arbeit beim Aufbau der Gruppen Mannheim III und Mannheim V,  in einer schwierigen  Zeit. Elvira bleibt uns aber als Gruppenverantwortliche der Gruppen Mannheim III und V erhalten.

Im Bereich Familie als System berichtete  Ingrid  von der Multiplikatorenarbeitstagung und bittet in den Gruppen nachzufragen, wer Interesse an der Mitarbeit in diesem komplexen Arbeitsbereich hat (Eltern, Angehörige, Paare, Singles). Sie bedankt sich bei Ursula Hasenfratz, die sie im Bereich Angehörigenarbeit weiterhin unterstützt. Das im Mai 2009 durchgeführte Familienseminar war sehr gut und erfolgreich.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit soll im nächsten Jahr mit der Umsetzung der Arbeitsgruppen Nord und Süd begonnen werden  um eine bessere Koordination und Unterstützung der Einzelnen zu erreichen. Auf Grund der Veränderung im Bezug auf die Zusendung von  Gruppeninteressenten von den Beratungsstellen,  (die Strukturen und Vorgaben in  den Beratungsstellen haben sich verändert) wird es immer wichtiger eine vielseitig  aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit  zu betreiben. Aus diesem Grunde findet auch nächstes Jahr ein Rhetorikseminar statt. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle unserem Web-Master Karlheinz Benz. Er hat, trotz langer und schwerer Krankheit die Internetseite des Kreuzbundes weiter gepflegt. Die mehr als  20 000 Zugriffe im Monat zeigen den DV Freiburg an der Spitze aller Diözesanverbänden. Danke Karlheinz. Nach einer sehr emotional geführten Diskussion wurde von Seiten der Redaktion  festgelegt, unsere Verbandszeitung Quo Vadis nicht ins Internet zu stellen. Persönlicher Schutz geht vor.

Im Bereich Senioren kommt der DV nicht so richtig in die Gänge. Es fühlt sich keiner als Senior. Kurt Hasenfratz lässt sich davon nicht beirren und startet einen neuen anlauf. Beharrlichkeit wird sich am ende durchsetzen.

Die Neuerungen im bereich Finanzen wurden von Rolf in gewohnter Sachlichkeit vorgetragen. Es ist festzustellen, dass die Wirtschaftskrise nicht spurlos am DV vorbeigehen wird. Die Fördergelder fließen nicht mehr so reichhaltig. Jetzt kommt uns unsere weitsichtige und ausgewognen Finanzplanung zugute.

 Helmut Wienecke wies noch auf den Kreuzbundkongress im Juni 2010 hin und bittet um eine rege Teilnahme von Seiten der Gruppenleiter und Gruppenmitglieder. Schließlich findet dieser Kongress zum ersten Mal statt und soll ein voller Erfolg werden.

Bevor wir uns alle in die Kirche begaben in der unser geistlicher Beirat Pater Albert Maria Banholzer die Hl. Messe zelebrierte dankte Helmut Wienecke auch  im Namen des gesammten Vorstandes den Gruppenverantwortlichen für die ehrenamtliche Arbeit, wünschte ein frohes Weihnachtsfest, alles gute für das kommende Jahr 2010 und einen guten Nachhauseweg. Und dann kam doch Wehmut auf , sagte bis bald Bühl-Neusatzeck und ist gespannt auf das neue Tagungshaus in Oberkirch.

 

Ursula Portscht, Ingrid Harms, Klaus Querbach Redaktion

 

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