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   Kreuzbund Faschingsball 2008   

 


 

 

Kreuzbundfasching in Höchstform

Wenn man von ganzem Herzen lacht, dann ist das Kreuzbund Fasenacht

 

Völlig losgelöst ging das Narrenschiff des Kreuzbundes Diözesanverbandes am 19.01. 2008 in Heidelberg vor Anker. Im Gemeindesaal der St. Albert  Gemeinde herrschte von Beginn an beste Stimmung, denn der Saal präsentierte sich im bunten Narrengewand. Die Kurpfälzer Trabanten hatten großzügigerweise dem Kreuzbund den geschmückten Saal überlassen. Aus der gesamten Diözese waren über 130  Kreuzbündler und Gäste angereist  um ausgelassen Fasching zu feiern. Kurt Hasenfratz hatte, wie jedes Jahr  einen Bus organisiert der die Narren aus dem wilden Süden nach Heidelberg brachte. Für den musikalischen Rahmen sorgte wie  unser Musikus Franz Rimmlinger. Pünktlich um 18.11 eröffnete Moderator Georg Harms die närrische Sause. Als gebürtiger Rheinländer wie geschaffen für  diese Aufgabe.  Kölle allaaf. Auch ließ sich Diözesanvorsitzender Helmut Wienecke nicht nehmen persönlich die Narren zu begrüßen. In erfrischender Form grüßte er vor allem die Lotsen aus Mannheim, die mit einem Mannheim Ahoi zurück grüßten. Alle waren gespannt was sich die Obernarren ausgedacht hatten. Abwechslung wurde in Hülle und Fülle geboten. Büttenreden, Schunkelrunden und Tänze folgten im flotten Wechsel.
Doch alles der Reihe nach. Um den Saal auf den ersten Beitrag einzustimmen stand eine Tanz- und Schunkelrunde auf dem närrischen Programm. Vom Faschingsvirus infiziert hielt es keinen auf den Sitzen. Das der Kreuzbund nicht kleckert, sondern klotzt wurde im ersten Beitrag klar. Berühmte  Stars der Schlagerszene gaben sich ein Stelldichein. Wolfgang Petri (Matthias Huber) sang von Wahnsinn, Drafi Deutscher  (Klaus Querbach)  brachte mit Mamor, Stein und Eisen bricht  die Herzen der Frauen zum schmelzen. Henry Valentino (Gerhard Vette) und Uschi (Madeleine Herbold ) setzten mit im „ Wagen vor mir“
die Straßenverkehrsordnung außer Kraft bis dann Andrea Berg (Sabine Herbold, tausendmal betrogen wurde und die Damenwelt auf ihrer Seite hatte. Als Belohnung gab es den Kreuzbundorden und donnernden Applaus der Narren. Bütt frei hieß es danach für unseren Globetrotter. Heiner Tönnessen. In gekonnter Manier berichtete er,  was so alles passiert bei seinen Touren rund um den Globus. Gerne nahm er den Applaus und den Orden entgegen. Die drei Generationen Hasenfratz, Ursel, Tochter Renate und Sohn Manuel zeigten uns im Sketch „Beim Arzt“ wer im täglichen Leben die Hosen anhat. Die Frau natürlich. Doch zum Glück gibt es für uns Männer einen verständnisvollen Arzt der uns eine neue Frau per Rezept verschreibt. Glück gehabt.

 

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Freude und Anerkennung   bei den Narren für diesen gelungenen Beitrag. Was man mit Händen und Füßen noch so anstellen kann,  zeigte der Tanzkreis Heidelberg des Kreuzbundes. Zu der Musik von Hey Baby und Night Fever wurden bei vielen Erinnerungen wach. Weist du noch ,raunte es durch den Saal?  Und ohne eine Zugabe lässt sich der Tanzkreis nicht von der Bühne.  Der gekonnt  präsentierte  Sirtaki machte Lust auf den nächsten Sommerurlaub in Griechenland.  Ein toller Beitrag  der das Publikum begeisterte. Der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Direkt aus der Arena in Verona nach Heidelberg eingeflogen wurde dem närrischen Volk drei Tenöre präsentiert.  Jürgen Baumann, Jürgen Henneka und Helmut Wienecke gaben für das Publikum alles. Sei sangen fast bis zum Umfallen und rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Eine Rakete und donnernder Applaus waren der Lohn für diese hervorragende Nummer. Und so richtig in guter Laune erwartete das Publikum den nächsten Höhepunkt. „Bawett und Sanche“ die Zuckerschnuten Cristina Geschwender und Birgit Siefert plauderten über alles was die Frauen so bewegt. Die Männer, die Männer, die Männer und die Mode. Frenetischer Beifall bei ihrem Bühnenabgang. Ein toller Vortrag. 

 

 

 

Über die Pleiten, Pech und Pannen während der Kreuzbund Wanderwoche wusste Waltraud Schneider zu berichten. Sie hatte leichtes Spiel mit dem Publikum und ließ so manchen befreiend auflachen. Schöner Vortag. Doch dann näherte sich der Abend dem absoluten Höhepunkt. Manstrip.  Keiner im Saal  wusste etwas, denn  die Proben verliefen absolut geheim. Doch dann war Schluss mit Geheimhaltung.  Zur Musik von Joe Cockers „You can leave your hat on“  und bestens vorbereitet von der bezaubernden Trainerin Lilien Schaumlöffel  ließen Heiner Tönnessen, Arnfred Herbold, Gerhard Vette, Matthias Huber, Nico Schlosser und Klaus Querbach gekonnt die Hüften kreisen und die Hüllen fallen.

 

 

Die Damen im Publikum staunten über so viel Sexapeal und  männlichen Mut. Der Saal johlte, tobte und drohte aus den Fugen zu geraten. Die Lachtränen kullerten reihenweise. Es war der absolute Höhepunkt dieses Abends. Eine Rakete, ein Orden  und langanhaltender Applaus waren der Lohn für diese tolle Nummer. Doch alles was schön ist, geht auch  einmal zu Ende. Und so vereinten sich beim Riesenfinale alle Beteiligten zusammen mit dem Moderator Georg Harms  auf der Bühne, die fast zusammen zu brechen drohte, zu einem gemeinsamen Lied und riefen dem Publikum zu, „Auf Wiedersehen“ beim nächsten Kreuzbundfasching 2009.

Doch damit war der Abend noch nicht zu Ende. Es wurde noch getanzt, geschunkelt und gesungen bis der letzte das Licht ausmachte.

Klaus Querbach, Redaktion

Fotos: Kurt Hasenfratz,  Roswitha Kreuter, Klaus Querbach

 

 

Es geht auch ohne Alkohol“

Den alkoholfreien Faschingsball des Kreuzbundes haben die Mitglieder selbst gestaltet

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 22.01.2008

 

Bergheim. (bbr)  Das bewährte Rezept für  eine Faschingsfeier lautet gemeinhin: viel Musik und Büttenreden,

ausreichend Humor und – angeblich für die Stimmung – eine entsprechende Menge Alkohol. Dass diese Zutaten beim alkoholfreien Fasching der Selbsthilfegruppe „Kreuzbund“ am Samstagabend fehlte, ließ die fröhliche Laune der Narren aber nicht vergehen. Statt bier gab es Cola, und natürlich gute Unterhaltungen zwischen den altbewährten Bestandteilen eines Faschingsabends. Der Kreuzbundverband, ein Fachverband der Caritas bietet Hilfe für Suchtkranke und Angehörige. Neben den Selbsthilfegruppen organisiert der Diözesanverband Freiburg für seine Mitglieder Seminare, Wochenendfahrten und seit 20 Jahren auch einen alkoholfreien Faschingsball. Punkt 18.11 öffnete sich in diesem Jahr der Vorhang der Bühne im Gemeindehaus von St. Albert für die rund 130 Gäste. Die waren aus der ganzen Diözese angereist, sogar ein Bus mit 50 Mitgliedern aus dem Schwarzwald war gekommen. Karaoke, Tanzshow und Büttenreden, das gesamte Bühnenprogramm hatten die Mitglieder selbst gestaltet und einstudiert. Wer die eigenen Hemmungen vor vielen Menschen  aufzutreten überwand, erntete deshalb Applaus für den auftritt und großen Respekt:  „Ich finde es toll, was die auf die Bühne stellen“, lobte etwa Resi Kreuther aus Pforzheim. Dabei sei gerade an Fasching, wenn der Alkoholkonsum für die meisten einfach dazu gehört, schwer, ausgelassen zu feiern, so Diözesan-Vorstand  aus Leimen: „Schunkeln und singen ohne alkohol ist für viele erst einmal ein Problem und schwer vorzustellen“. Entscheidend sei aber, dass sie wieder lernten, it anderen etwas zu unternehmen; Fasching sei ein teil davon. Auch der Vorsitzende, Helmut Wienecke betonte die Bedeutung, die solche Feste für Neulinge: „Gerade für die, die noch am Anfang stehen, ist es wichtig zu sehen:  es geht auch ohne Alkohol.“ Und es geht wirklich: die Närrinnen und Narren im Gemeindessl waren nicht weniger ausgelassen als die auf manch anderem Faschingsball: Elegant tanzten Mitglieder des Heidelberger Kreuzbund-Tanzkreises im Saal und bei ihrem auftritt in Formation, lauthals sangen alle die bekannten Zeilen von Wolfgang Petris Schlager „Wahnsinn“ mit. Und auch denen, die die Show trotzdem eher skeptisch begutachteten, sah man es nach: Fasching ist nun einmal nicht jedermanns Sache, ob mit oder ohne Alkohol.

 

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