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11. Wanderwoche in Geitau-Bayrischzell vom 23.-30.August 2014


Samstag, 23.08. Ankunft

Ankunft in Geitau gegen 15:30 bei bewölktem Himmel und leichtem Nieselregen. Nach einer erholsamen Essenspause im typisch bayrischen Landgasthof wurden wir durch die unterschiedlichsten Eindrücke der Natur begrüßt. Hie und da weiden die in ihrer Größe beeindruckenden Kühe. Prachtvolle Häuser mit beeindruckender Architektur und mit bunt behalten Giebeln, die sog. Lüftli-Malerei stechen ins Auge, stellt sich doch gleich ein gutes Gefühl ein. Nach dem Zimmerbezug legen wir erst einmal eine kleine Ruhepause ein um beim gemeinsamen Abendessen alle Teilnehmerinnen der Wanderfreizeit zu begrüßen. Dieses Mal nehmen insgesamt 11 wanderfreudige Kreuzbündler-innen teil, der Altersdurchschnitt dürfte nicht mehr bei 40 Jahren liegen, nichts desto trotz aber die Freude beim Zusammensein.

Das Abendessen bei Alan hat hervorragend geschmeckt und es ergaben sich erste Gespräche und das Wanderprogramm wurde ein wenig diskutiert. Die Wettervorhersage der kommenden Woche war nicht ganz so sonnig, eher regnerisch angesagt. Hinzu kam, dass eher weniger Tourenwanderer dabei waren, dies war jetzt für unseren Wanderführer Jürgen die Herausforderung, wollte er doch jeden mit einbeziehen.

 


Sonntag, 24.08. Tagestour: rund um den Schliersee

Beim gemeinsamen Frühstück ergaben sich erste interessante Gespräche und das weitere Kennenlernen der 10 TeilnehmerInnen (Christa kam später) verlief wie gewohnt völlig entspannt. Beatrix machte mit uns herrliche Lockerungsübungen und somit waren wir nun physisch und pspychisch für den uns vorliegenden Tag gestärkt. Bei angenehmer Temperatur, sonnigem Wetter und guter Luft laufen wir um den schönen Schliersee, staunen über dies und jenes und kehren im Milchhäusel ein.

Anschließend beschließen wir nach Hundsham zum Zehnerzuggespann zu fahren. Viele wunderbare Kutschen und Pferderassen stellen sich zur Schau mit ihrem Können. Frauen in Dirndln, der landestypischen Tracht und Männer in krachernden Lederhosen und Hüten mit Gamsbart stellen sich ebenso zur Schau. Übrigens, die alten Traditionen werden schon von Jugendlichen übernommen, sie zeigen sich stolz.



 


Montag, 25.08. Tagestour: Spitzingsee, Obere Firstalm

Das Wetter wird heute schön werden, unser Tagesprogramm führt uns an den Spitzingsee, der übrigens bis zu 16 Meter tief ist und 1000 Meter hoch liegt. Mit den Autos fuhren wir zur Stümpflingbahn und mit dem Sessellift weiter in wenigen Minuten in 1500 Meter Höhe, von dort aus trennte sich unsere Gruppe. Eine atemberaubende Aussicht in dieser Höhe bei klarem Wetter und einer unglaublichen Weitsicht empfängt uns und wir sog. Flachlandwanderer bleiben in der Jägerhütte und fahren danach mit der Seilbahn wieder an den Spitzingsee hinunter.

Der Sessellift gleitet fast geräuschlos durch die Luft und wir genießen die Stille der Natur. In der Filialkirche St. BERNHARD, die ganz mit Holzschindeln bedeckt ist schauen wir noch kurz hinein und bestaunen die herrlichen Wandmalereien bevor wir die Heimfahrt antreten.

 


Unser Wanderführer Jürgen führte die Tour mit 7 Wanderfreunden weiter über die Untere Firstalm zur Oberen Firstalm. Es gab eine große Auswahl an heimischen Gerichten und auf der Sonnenterasse konnten wir die herrliche Aussicht genießen. So gestärkt waren wir gut gerüstet für den Rückweg hinunter zur Talstation der Stümpflingbahn. Helmut stieß an diesem Tag körperlich an seine Grenzen, mit gemeinsamer Unterstützung kamen wir alle vorbehalten an unserem Ausgangspunkt an.

Ein schöner Tag ging zu Ende und wieder gab es beim Abendessen vieles zu erzählen und manches aahhh und oohh erklang.


Dienstag, 26.08. Tagestour Miesbach und Besuch des Bauertheaters in Schliersee

Der Blick nach draußen verheißt nichts gutes, verhangener Himmel und Regen. Was sollen wir nur bei dem Wetter unternehmen? Vorerst werden wir alle nach Miesbach zum Bummeln fahren und uns das Städtchen anschauen.

Die Shoppingtour ist ein voller Erfolg, das Wetter ist schön, die Sonne scheint und es ist trocken. Die Trachtengeschäfte locken mit großen Preisnachlässen und es gibt in den Schaufenstern das eine oder andere Schnäppchen. Natürlich darf der obligatorische Besuch im Kaffee nicht fehlen und so treffen wir uns in der Eisdiele.



Abends gehen wir alle ins Schlierseeer Bauertheater zu dem Stück "der arme Millionär". Inhalt des Stückes ist, dass der Schuster einen Lottogewinn in Höhe von 1 Million macht. Nun ja, dass Geld nicht immer glücklich macht wurde in amüsanter Art aufgezeigt. Schuster, bleib bei Deinem Leisten hat sich wieder mal bestätigt.

 


Mittwoch, 27.08. Tagestour: Steinadlerwanderung in Geitaus, Schliersee

Die ganze Nacht hat es geregnet, es ist neblig, kalt und unangenehm. Wieder mussten unsere Pläne verworfen werden und ein wenig Ratlosigkeit stellte sich ein. Jürgen hatte aber einen Wandervorschlag zu den Steinadlern und wir anderen hofften auf ein wenig Sonne. Sebastian, Beatrix und Jürgen entschlossen sich an der geführten Steinadlerwanderung teilzunehmen, die unter der Schirmherrschaft der Sparkasse für Touristen angeboten wird. Eine dreiköpfige Familie schloss sich ebenfalls noch an und so führte die Route über den Segelflugplatz zur Klareralm. In 90 Minuten erklärte uns Hannes (unser Führer) in sehr angenehmer Weise wissenswertes aus dem Leben der Steinadler, interessantes über Fauna und Flora.

An der Klareralm angekommen wurde das Wetter zunehmend feuchter. Nach einer kleinen Brotzeit begaben wir uns auf den Rückweg. Der Regen wurde immer stärker, dass wir mehr oder weniger durchnässt bei Alan ankamen. Trotzdem war der Tag sehr unterhaltsam und lehrreich.

Helmut übernahm wie schon die ganzen Tage zuvor den Fahrservice nach Schliersee und im „Wasmmeier“-Shop holte uns Margot herrliche handgeschnitzte Broschen mit Enzianmotiven.

Der heutige Tag fiel im wahrsten Sinn ins Wasser und nach dem Kaffetrinken im Milchhäusel blieb uns nur die Heimfahrt übrig. Am Nachmittag erhielten wir jedoch ein Highlight, Annettes Vater, Bürgermeister im Ruhestand, stellte uns das kleine Dorfkirchlein von Geitaus vor. Von außen fast unscheinbar, birgt es innen einen großen Schatz an Malereien um 1650. Das kleine Gotteshaus beeindruckt durch verschiedene Motive der Malereien und dem Baustil. Voller Ehrfurcht gegenüber der Historie und den Leistungen der Bauern, die dieses schmucke Kleinod hegen, pflegen und auch finanziell unterstützen verabschieden wir uns und sind sehr bereichert.

Donnerstag, 28.08. Tagestour: Kaiserklamm

Der Wettergott meint es heute nach den vielen Regenstunden gut mit uns. Den Plan, dass alle in die Kaiserschlucht mitfahren, kann umgesetzt werden. Bei herrlichstem Sonnenschein fahren wir über Prüfstein, Woergl, Kramsach, Brandenberg, Aschau, Pinegg, direkt vor das Kaiserhaus. Nach knapp 2 Stunden Fahrt über herrliche Alpenstraßen und etlichen Höhenunterschieden mit atemberaubenden Ausblicken und Eindrücken freuen wir uns nun auf die Schluchtwanderung.

 


Jürgens Hund "Julchen " wartet derweil mit Margot und Irene im Cafe .Alle anderen schauen sich das Naturwunder an und kommen froh gelaunt zurück.

Nach einer Stärkung fahren wir eine über herrliche Passtrassen mit den unterschiedlichsten Bergformationen die Route über den Achensee, und Tegernsee zurück. Durch die Lichteinwirkung von Sonne und Schatten der Wolken leuchten die Bergspitzen mal weiss oder dunkelgrau, faszinierend.

Heute ging ein wunderschöner Tag zu Ende, den musikalischen Abschluss genossen wir in der roten Wand bei einem guten Essen und mit der Bayrischen Musiktanzgruppe.

So ein Tag so wunderschöne wie heute, so ein Tag der dürfte nie vergehn !


Freitag, 29.08. Tagestour: Wendelstein, geitauer Hausberg Aiplspitz

Heute findet die letzte Wanderaktion statt, unsere Woche neigt sich dem Ende zu. Schon deshalb genießen wir den heutigen Tag ganz besonders. Frühmorgens leuchtet schon die Sonne und der Wendelstein zeigt sich von seiner guten Seite. Beatrix macht uns mit ihren Übungen locker und bergfähig, dafür ein herzliches Vergelts-Gott!!

 


Die Wendelsteinbahn bringt uns in wenigen Minuten auf 1800 Meter Höhe. Zu unserer großen Freude haben wir einen atemberaubenden Panoramablick über die vielen Berge und Gipfel, auch ein angenehm kühles Lüftchen weht. Das kleine Wendelsteinkirchlein lädt zum Besuch ein sowie der kleine Aussichtspunkt der über die 61 Stufen zu erreichen ist.
Christa und Irene können anhand der angebrachten Informationstafeln das Zillertal und dessen Berge erkennen, Natürlich gibt es viele Bergformationen zu sehen, alles zu berichten wäre aber doch für Sie Leser etwas langweilig, dennoch hier gilt, dabei gewesen zu sein ist alles. Da wir natürlich unsere Gipfelstürmer dabei hatten, konnten diese von dem Rundwanderweg um den Wendelin berichten. Nach ca. 2 Stunden Aufenthalt zogen jedoch dunkle Schleierwolken und Nebelschwaden auf und die schönen Gipfel verschwanden im Nichts.

Der Wendelstein zieht jährlich viele tausende Touristen an, heute waren auch 2 Brautpaare mit ihrer Festgesellschaft oben. Nach einem Aufenthalt im Cafe Huber in Bayerisch Zell, übrigens ein sehr schönes Städtchen, traten wir die Fahrt nach Geitaus an.

Den letzten Urlaubstag – zum Glück noch einmal mit gutem Wetter – nutzten wir (Beatrice, Jürgen und Jule) zu einem Aufstieg zum Geitauer Hausberg, der Aiplspitze.

Am Zwischenziel der Geitauer Alm machten wir kurz Rast. Dann ging es hoch zum Gipfel, wobei unser treuer Begleiter Jule Hilfe brauchte, da größere Felsblöcke für sie alleine nicht zu erklimmen waren.

Am Gipfel angekommen waren wir recht stolz, konnten uns aber nicht allzulange aufhalten, da das Wetter zunehmend unsicherer wurde. Beim Abstieg machten wir eine längere Rast an der Geitauer Alm, vesperten den dort erzeugten Käse und kauften noch verschiedene köstliche Käsesorten ein. Die Sennerin ließ es sich nicht nehmen, uns die Käserei zu zeigen und uns einiges zur Käseherstellung zu erklären.

Glücklicherweise hielt das Wetter bis zur Rückkehr in unsere Domizil. Wir waren stolz, den Höhenunterschied von fast 1000 m bewältigt zu haben.



 


Die Wanderwoche war für uns alle wieder ein schönes Erlebnis . Wir TeilnehmerInnen waren sicherlich sehr unterschiedlich in der Physis, doch für jeden Einzelnen war die Möglichkeit geboten, an den verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen und dabei zu sein. In der Abschlussrunde, die zum wichtigen Ritual geworden ist, bestätigten alle nocheinmal, wie schön diese Woche war und wie wohltuend unsere Gemeinschaft im Kreuzbund ist.



Annette und Alain haben uns mit Ihrer Freundlichkeit, dem sehr leckeren Essen immer das Gefühl gegeben, dass es Ihnen wichtig war, dass wir uns wohl fühlen und dass es uns allen gut geht.

Julchen erging es diese Woche auch gut, sie brachte ihre Freude immer wieder mit kräftigen Schwanzwedeln zum Ausdruck.

Nun werden wir abwarten was 2015 geschieht, es wäre schade, wenn es einen Bruch der Wanderwoche geben würde. Sicherlich sind wir nun in der Mehrzahl nicht mehr die Gipfelstürmer, aber ein ausgewogenes Programm für uns Senioren kann doch ausgewählt werden. Vergesst bitte nicht, wir nun Senioren gewordenen haben in jüngeren Jahren dazu beigetragen, dass die Wanderwoche das ist, was sie heute ist.

Bleibt alle gesund und denkt an die vielen schönen Stunden und auch an jene Wanderfreunde die aus vielerlei Gründen nicht mehr dabei sein konnten.



Danke noch einmal an die Wanderführer Jürgen und Helmut, an Beatrice die unermüdlich gymnastische Übungen anbot und durchführte, uns zum Wassertreten animierte, danke für den Fahrservice, dank auch für die Hilfe für die einhändige Irene, einfach Dank an Alle, jede/jeder hat zur Gemeinschaft beigetragen.



 



 


Zusammenfassung: Irene Schmidt, Gruppe Pforzheim 3
Fotos: Irene, Jürgen, Margot und Sebastian


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